Neben­kosten­abrechnung Meldung

Mieter können einige Neben­kosten, die sie mit der Miete zahlen, beim Fiskus abrechnen. Und sie dürfen auch den Zeit­punkt bestimmen, zu dem das geschieht. Finanztest erklärt die Details.

Kosten für die Steuererklärung

Neben­kosten in der Miete, die beim Finanz­amt zählen, sind vor allem Ausgaben für Hausmeister, Schorn­steinfeger, Haus­reinigung, Aufzugs-, Heizungs­wartung, Pflege der Außen­anlagen und Schnee­räumung. Mieter geben diese Posten im Mantelbogen zur Steuererklärung 2012 in den Zeilen 72 bis 76 an.

Zwei Wege für die Abrechnung

Die Neben­kosten sind meist im Voraus fällig. Erst in der Abrechnung vom Verwalter oder Vermieter stehen später die genauen Werte. Diese sind meist so aufgeschlüsselt, dass jeder den Betrag ablesen kann, den er zum Beispiel für die Wartung des Aufzugs geltend machen kann. Die Neben­kosten­abrechnung für 2012 ist zum Zeit­punkt der Steuererklärung für 2012 allerdings meist noch nicht da, deshalb gibt es zwei Möglich­keiten:

  • Voraus­zahlungen. Mieter können die Voraus­zahlungen, die sie vergangenes Jahr geleistet haben, in der Steuererklärung für 2012 abrechnen. Die steuerlich relevanten Beträge rechnen sie anhand der letzten Abrechnung vom Vermieter oder Verwalter aus.
  • Aufschub. Wer will, kann seine Neben­kosten aber auch erst geltend machen, wenn die Abrechnung vom Vermieter oder Verwalter für 2012 da ist. Kommt sie für die aktuelle Steuererklärung zu spät, werden die Neben­kosten für 2012 einfach in der Steuererklärung 2013 angegeben.

Ein Beispiel

Ein Mieter rechnet 20 Euro für die Haus­reinigung sowie 100 Euro für den Hauswart, die Pflege der Außen­anlagen und Schnee­räumung ab (Zeile 74). 50 Euro gibt er für die Aufzugs- und Heizungs­wartung sowie 30 Euro für den Schorn­steinfeger an (Zeile 76). Seine Steuerermäßigung im Steuer­bescheid beträgt 40 Euro (20 Prozent von 200 Euro).

Dieser Artikel ist hilfreich. 39 Nutzer finden das hilfreich.