Vermieter dürfen bei der Festsetzung der Vorauszahlungen für die Nebenkosten keinen pauschalen „Sicherheitszuschlag“ einrechnen. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden (Az. VIII ZR 294/10). Bisher kalkulieren Vermieter gern pauschal 10 Prozent Zuschlag ein, um Steigerungen der Heiz- und sonstigen Nebenkosten aufzufangen. Mieter müssen dann seltener Nachzahlungen leisten und prüfen die Abrechnung dann oft weniger kritisch. Mieter können jetzt vom Vermieter verlangen, pauschale Zuschläge nachträglich zu streichen und den monatlich zu zahlenden Nebenkostenabschlag zu senken. Zulässig bleiben Zuschläge, um konkret zu erwartende Kostensteigerungen auszugleichen. Der pauschale Zuschlag ist nicht zulässig.

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