Ist die Neben­kosten­abrechnung falsch, darf der Vermieter nicht die Voraus­zahlung erhöhen. Schon gar nicht darf er Mietern kündigen, die deshalb weniger zahlen. Bisher reichte es, wenn die Abrechnung rein formell in Ordnung war. Dann durfte der Vermieter die Abschläge erhöhen. Ein Streit, ob die Rechnung korrekt war, sollte unabhängig davon sein. Doch damit werde das Ziel torpediert, dass Abschläge realistisch sein sollen, entschied nun der Bundes­gerichts­hof. Außerdem könne ein Vermieter absicht­lich falsch rechnen, die Abschläge erhöhen und so einen unlieb­samen Mieter provozieren, weniger zu zahlen, um ihm wegen Mietrück­ständen zu kündigen (Az. VIII ZR 245/11 und 246/11).

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