Navis von Penny und Plus Schnelltest

Was bei Penny und Plus zurzeit für 379 Euro in den Regalen liegt, sieht aus wie eine Kreuzung aus Handy und Mini-Radio. Es sind mobile Navigationsgeräte, die im Auto, auf Motor- und Fahrrad und beim Spaziergang den Weg weisen. Das Navigationssystem von Plus ist gleichzeitig auch ein MP3-Player. Multifunktionell, wegweisend und kleinformatig. Wenn die Geräte von Plus und Penny etwas taugen, eine feine Sache. Der Schnelltest zeigts.

Unterschiede beim Zubehör

Zwei Angebote - viele Gemeinsamkeiten: Der Preis für das Penny- und Plus-Navigationsgerät ist identisch. Anschlüsse und Gehäuse unterscheiden sich kaum. Plus hat sich für ein schwarzes Outfit entschieden, Penny für ein silberfarbenes. Doch es gibt auch Unterschiede: Im Plus-Gerät steckt ein MP3-Player - dafür haben die Produktentwickler bei der Speicherkarte gespart: Es gibt nur eine 256-Megabyte-MMC-Karte. Penny dagegen liefert eine 512MB-SD-Karte. Beide Geräte arbeiten auch mit einer völlig unterschiedlichen Software. Kartendarstellung auf dem Display und Sprachausgabe sind sehr unterschiedlich.

Schnelle Installation

Die erste Inbetriebnahme ist einfach: Nach dem Einschalten verlangen die Geräte nach der Speicherkarte, um das Kartenmaterial zu laden. Die Installation dauert weniger als eine Minute. Die Erstpositionierung über GPS-Signale ist nach zirka fünf Minuten beendet. Dann dauert es nur noch maximal zwanzig Sekunden bis das Gerät zur Navigation bereit ist.

Schwach bei Sonne

Komplizierter ist die Menüführung. Beim Plus-Gerät navigiert der Nutzer auf Textfeldern, beim Penny-Gerät zusätzlich mit Icons. Die Bedienung ist nicht intuitiv. Zumindest in der ersten Zeit ist die Anleitung des öfteren von nöten. Das Display ist gut lesbar. Ausnahme: In direktem Sonnenlicht lassen sich die Anzeigen auf dem Display nur schwer erkennen. Was das Kartenbild und die optischen Navigationshinweise betrifft, punktet Penny ganz klar.

Eine Straße - mehrere Straßen

Dafür schwächelt das Penny-Gerät bei der Zielpunkteingabe. Gibt der Nutzer den Namen einer Straße ein, die in einer Stadt mehrfach existiert, erhält er nur einen Treffer. Erst durch den Wechsel der Eingabemaske und die richtige Eingabe der Postleitzahl lässt sich als Ziel die gewünschte Straße auswählen. Beide Geräte bieten als Standortbestimmung eine Koordinatenangabe an. Hier hat wiederum das Angebot von Penny überzeugt: Tatsächliche und vom Gerät angegebene Koordinaten weichen nur um wenige Meter ab.

Veraltete Sonderziele

Beide Geräte berechnen fast alle eingebenen Routen gleich. Das vorinstallierte Kartenmaterial für Deutschland ist bei beiden Systemen detailliert und präzise. Sonderziele wie Apotheken, Tankstellen und Hotels sind zwar zum Teil veraltet. Aber die Straßennamen in Groß- und Kleinstädten sind - das ergaben die Stichproben - vollständig. Die Karten auf dem Gerät von Penny lassen sich deutlich klarer ablesen als beim Navi aus dem Plus-Angebot. Das liegt unter anderem an der Farbgebung und dem Kartendesign.

Präzise Sprache

Die Anweisungen per Sprache sind beim Plus-Navigationsgerät sehr präzise. Penny zeigt hier kleine Schwächen. Die Ansagen kommen manchmal etwas spät und sind nicht immer eindeutig. Das akkustische Wegweisen klappt auch auf dem Fahrrad. Das ist für diese Nutzung auch wichtig: Fahrradfahrer sollten aus Sicherheitsgründen vermeiden aufs Display zu schauen.

test-Kommentar: Ordentliche Navigation
Technische Daten und Ausstattung: Im Überblick

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