Navi von Plus Schnelltest

Ein Navigationsgerät für schlappe 129 Euro hat Plus seit Montag im Angebot. Dafür gibts Navigation pur. Extras wie eine Freisprecheinrichtung fürs Handy fehlen dem Gerät mit dem schönen Namen A-rival. test.de überprüft im Schnelltest, ob Käufer des Plus-Navis auf Kurs bleiben.

Clarion-Navi ganz ähnlich

So ganz neu ist das Navigationsgerät für die test-Ingenieure nicht. Design und Handhabung erinnern stark an das Clarion MAP 770 aus dem aktuellen Vergleichstest. Das kostete zwischen 400 und 450 Euro, hatte dafür aber auch noch eine Freisprecheinrichtung fürs Handys, automatische Stauumfahrung durch Auswertung von Traffic Message Channel (TMC)-Daten, ein größeres Display, mehr internen Speicher und viel mehr Kartendaten. test-Qualitätsurteil für das Clarion MAP 770: GUT (2,2). Einziges Extra beim A-rival: das Zusatzprogramm Points of interest-(POI)-Finder basic. Der, so die Bezeichnung auf Deutsch: Interessante Orte-Finder nutzt ohne Internetzugang allerdings gar nichts.

Abweichungen im Einzelfall

Beim Navigieren ist der Billig-Pfadfinder aus dem Plus-Angebot fast genau so gut wie das teure Markengerät. Wohl wegen der geringeren Speicherkapazität sind die Routen im Einzelfall etwas weniger geschickt ermittelt als beim Clarion. Doch das ist die Ausnahme. Meist sind A-rival-Benutzer genau so gut unterwegs wie Autofahrer mit dem Clarion-Wegweiser. Auch bei Tunnelfahrten ohne Satellitenempfang verliert der A-rival-Navi nicht den Überblick und sagt die richtige Ausfahrt rechtzeitig vor Einfahrt in den Tunnel an.

Schwierigkeiten beim Durchblick

Bei der Handhabung gerät A-rival leicht ins Hintertreffen. Manko genau wie bei Clarion: Die Software bietet reichlich Optionen und ist etwas unübersichtlich geraten. Die Display-Anzeige des Sonderangebot-Navis ist wegen des kleineren Displays schlechter erkennbar als beim Clarion MAP 770. Außerdem klingen die Ansagen etwas blechern und sind nicht so laut. Vor allem kommen sie im Einzelfall etwas zu spät. Einige Abzweigungen verpassten die Testfahrer.

Zusatzkarten teuer

Auf jeden Fall zu beachten: Wer jenseits Deutschland, Österreich und der Schweiz navigieren will, ist bei Plus falsch. Zwar lassen sich zusätzliche Tele-Atlas-Karten installieren, aber die kosten häufig mehr als der ganze Billig-Navi. Wer mehr Karten braucht, fährt mit vielen anderen Navigationsgeräten aus unserem aktuellen Vergleichstest günstiger.

test-Kommentar: Ohne jeden Luxus
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Chat am Donnerstag, 20. Dezember: test-Experte zu Navigationsgeräten

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