Navi von Penny Schnelltest

Penny verkauft seit heute (20. Mai) das Navigationsgerät Navigon 21 max. Preis: 169 Euro. Deutlich mehr Geld kostet das Navigon-Schwestermodell, das die Stiftung Warentest im Januar untersuchte und für gut befand. Ob das billigere Gerät mithalten kann, sagt der Schnelltest.

Baugleich mit der großen Schwester

Die Prüfung im Labor zeigt: Das Navigon 21 max ist fast baugleich mit dem Navigon 2150 max aus dem jüngsten Test von Navigationsgeräten. Die Ergebnisse gelten mit Einschränkungen also auch für die Aktionsware von Penny. Demnach schlägt sich das Gerät gar nicht schlecht. Es punktet vor allem mit den angezeigten Fahrempfehlungen.

Anzeige wie auf dem Foto

Kreuzung, Kreisverkehr, mehrspurige Straßen – für Autofahrer oft ein Graus. Das Navi hilft, diese Klippen zu umschiffen. Es liefert ein wirklichkeitsnahes Abbild von Straßen und Autobahnabfahrten. Nummern und Beschilderung der Abfahrten inklusive. Reality View Pro heißt dieses Programm. Außerdem an Bord: ein Spurassistent. Das Navi fordert den Fahrer rechtzeitig auf, sich in die richtige Spur einzuordnen.

Schöne Option

Der Weg durchs Industriegebiet ist zwar manchmal der schnellste, aber nicht immer der schönste. Für Sonntagsfahrer gibt es die Option „Schöne Route“. Sie hilft, unansehnliche Strecken zu umgehen. Bevor das Gerät die Route berechnet, muss es feststellen, wo es sich befindet. Für die Ortung nimmt sich das Navigon relativ viel Zeit.

Unhandlich und langsam

Geduld braucht der Fahrer schon bei der Inbetriebnahme. Das Gerät muss er mit Schmackes in die Halterung zwingen. Ist ihm das geglückt, macht das Menü Probleme. Es dauert lange, bis das Navi auf die Eingaben des Fahrers reagiert. Für Schnelltipper eine echte Nervenprobe. Je nach Sonneneinstrahlung ist die Anzeige dann auch noch schlecht lesbar.

Computer nötig

Mit dem Navigon wird nur glücklich, wer einen Computer mit DSL-Anschluss und Kartenleser besitzt. Beides ist nötig, um Updates der Karten herunterzuladen. Die bietet Navigon bis zu zwei Jahre nach dem Kauf an. Zum Vorteilspreis von 19,95 Euro - statt 99 Euro regulär. Auch die vollständige Betriebsanleitung gibt es nur auf CD-ROM. Die mitgelieferte gedruckte Version ist dünn.

Keine Freisprechfunktion

Im Vergleich zu seiner großen Schwester Navigon 2150 max mangelt es dem Navigon 21 max an zwei Funktionen. Zum einen hat es keine Freisprecheinrichtung für bluetoothfähige Handys. Zum anderen fehlt die Text-to-Speech-Option: Straßennamen und Autobahnabfahrten werden nicht vorgelesen. Die Funktion hat ohnehin ihre Tücken. Mit einigen Straßennamen kommt das Schwestergerät nicht klar. Die Namen klingen dann unfreiwillig komisch.

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