Navi von Aldi-Nord und -Süd Schnelltest

Medion GoPal E4440 MD98040

Ein Navigationsgerät für 149 Euro ist seit gestern bundesweit bei Aldi zu haben. Bisher schlugen sich die Navigationsgeräte von Aldi-Lieferant Medion oft gut. Der Schnelltest klärt, ob auch das aktuelle Aldi-Angebot schnell und bequem zum Ziel führt.

Neues Design, neue Software

Gegenüber dem zuletzt getesten Medion GoPal E4230 für seinerzeit ebenfalls 149 Euro hat das aktuelle E4440 deutlicher abgerundete Ecken und eine glänzende Oberfläche bekommen. Außerdem arbeitet es mit der neuen Software-Version Navigator 5 und ein erweitertes und verbessertes Handbuch liegt bei. Aldi wirbt außerdem mit einem „Comfort light“ und einer „Intelligenten Streckenberechnung“. Durch die neue Software hat sich die Bedienung geändert. Manche Menüs haben jetzt weniger Unterpunkte. Dafür kommen einige Menüebenen hinzu, so dass manche Funktionen jetzt erst nach mehr Schritten zu erreichen sind als dies früher der Fall war. Alles kein Problem, die test-Ingenieure fanden kein Grund für Kritik. Auf jeden Fall gut: Die Schrift ist an vielen Stellen etwas größer und besser lesbar geworden. Wie bei Aldi-Navis üblich: Kartendaten für fast 50 Länder sind zum großen Teil vorinstalliert und sonst über die mitgelieferte DVD nachladbar.

Funktion wie gewohnt

Am Navigieren hat sich soweit im Schnelltest prüfbar so gut wie nichts geändert: Die Ansagen sind meist gut verständlich und kommen rechtzeitig - und praktisch gleichzeitig mit denen vom älteren Medion-Navi E4230 (test-Qualitätsurteil: „Gut 2,4“). Nach wie vor Nachteil von Medion-Navis im Vergleich zu vielen Konkurrenten: Einen Fahrspurassistenten gibts nicht. Das „Comfort Light“ entpuppt sich als kleine Leuchte am unteren Rand des Navi-Gehäuses. Sie verschafft dem Beifahrer bei Dunkelheit etwas mehr Durchblick, ohne dass dies den Fahrer blendet.

Datenbank für Verkehrsbehinderungen

Nicht zu prüfen war die „Intelligente Streckenberechnung“. Nach Medion-Darstellung handelt es sich um eine „verkehrsflussoptimierte Streckenberechnung“. Sie soll Strecken mit Stau vermeiden und arbeitet laut Hersteller mit einer Datenbank zu Verkehrsbehinderungen in Deutschland, Frankreich und England. Klar ist: Mit dynamischen Systemen, die kontinuierlich aktuelle Informationen zur Verkehrslage jenseits des Verkehrsfunks auswerten, hat die „Intelligente Streckenberechnung“ von Medion nichts zu tun. Unvorhersehbare Staus durch Unfälle oder neue Baustellen kann auch das aktuelle Medion-Navi nicht berücksichtigen. Einzige Ausnahme: Der Verkehrsfunk hat den Stau erfasst. Dessen Meldungen berechnet der Medion-Navi in die Wegweisung ein, wenn TMC aktiv ist.

Reichlich Ausstattung

Wie bei Medion-Navis gewohnt: Ein Netzteil fürs Aufladen des Akkus außerhalb des Autos liefert der Discounter-Lieferant nicht mit. Immerhin: Das ermöglicht das mitgelieferte USB-Kabel. Dazu müssen allerdings Computer oder Notebook laufen. An Ausstattung bietet das aktuelle Navi ansonsten den gewohnten Komfort: Eingebaut sind eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung, das Navi warnt bei Verstößen gegen Geschwin­dig­keits­be­gren­zungen, kann Digitalkamera-Bilder anzeigen, hat eine Weck-Funktion, Reiseinformationen und ein Sudoku-Programm. Zur Verfügung stehen auch Modi für Fußgänger und Radfahrer. Die blieben beim Schnelltest außen vor.

Tipp: Wenn Sie bei Aldi leer ausgegangen sind, finden Sie das passende Navi im aktuellen Vergleichstest Navigationsgeräte.

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