Navi von Aldi Schnelltest

Noch nicht zu haben und schon im Schnelltest: Aldi bietet von Donnerstag an ein Navigationsgerät mit 13 Zentimeter Bildschirmdiagonale für 199 Euro an. Die Stiftung hat das Medion GoPal P5430 bereits vor Wochen eingekauft. Das Gerät soll sich dem Navi-Vergleich für test 6/2009 stellen. Qualitätsurteile gibts noch nicht, die wesentlichen Ergebnisse aber schon jetzt auf test.de.

Kampfpreis

Der Preis ist verlockend. Navis mit 5 Zoll, also 13 Zentimeter Bildschirmdiagonale kosten sonst deutlich mehr als 199 Euro. Der eng verwandte GoPal P5235 etwa ist für kaum weniger als 300 Euro zu haben. Das aktuelle Aldi-Navi kann außer Navigieren auch MP3-Dateien von Speicherkarte abspielen, Sprache und Musik über Mini-UKW-Sender zum Autoradio übertragen, Freisprech-Kontakt für Bluetooth-Handys vermitteln und verfügt zur Sicherheit über einen Fingerabdrucksensor und PIN-Schutz.

Bildschirm mit Format

Größe ist gut. Der Bildschirm des GoPal P5430 hat knapp 68 Quadratzentimeter Fläche. Das sind gut 30 Prozent mehr als bei Standard-Navis mit einem in der Diagonalen 11 Zentimeter oder 4,3 Zoll großem Bildschirm. Entsprechend besser lässt es sich ablesen.

Steuerung mit Stimme

Beim Navigieren zeigt das Aldi-Navi keine ausgeprägten Schwächen, glänzt aber auch nicht mit besonders starken Leistungen. Die Zeit vom Einschalten bis zur Ortung ist etwas länger als bei der Konkurrenz. Bei Sonnenschein reicht die Helligkeit des Bildschirms je nach Lichteinfall öfter mal nicht aus, um ihn ablesen zu können. Auch die maximal mögliche Lautstärke der Ansagen ist etwas dürftig. Bei schneller Autobahnfahrt ist die Navi-Stimme im Einzelfall nicht zu verstehen. Unter solchen Bedingungen funktioniert auch die Sprachsteuerung kaum noch. Ansonsten geht sie ganz gut. Auf die Tester jedenfalls hörte das Aldi-Navi ziemlich gut und führte so ziemlich alle gewünschten Funktionen bereitwillig aus.

Spitzengeräte besser, aber teurer

Insgesamt liefert das Aldi-Navi durch und durch durchschnittliche Leistung bei unterdurchschnittlichem Preis. Die Kartensoftware reicht für so ziemlich jede Fahrt in Europa aus und ist auf dem neuesten Stand. Die Bluetooth-Freisprechoption funktioniert soweit einwandfrei. Minuspunkt allerdings: Das Navi baut die Verbindung zu einem Handy, das den Funkbereich bei einer Rast etwa verlassen hat, nicht automatisch wieder auf. Das können andere Navis besser. Zwischenergebnisse aus der Arbeit am aktuellen Vergleichstest zeigen: Die Spitzengeräte sind dem Medion-Navi aus dem aktuellen Aldi-Angebot unter dem Strich überlegen, kosten dafür aber auch erheblich mehr Geld.

Test: 14 Navigationsgeräte im Vergleich

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