Navi von Aldi Schnelltest

Nach nur gut einem Monat bietet Aldi-Nord seit Donnerstag wieder ein Navigationsgerät an. Es kostet 169 statt 149 Euro und hat dafür einen etwas größeren Bildschirm, einen Fahrspurassistenten und einen Fingerabdrucksensor. test.de sagt, ob das aktuelle Aldi-Navi so gut ist wie das letzte.

Einschalten mit dem richtigen Finger

Das Medion E4440 von Anfang Februar schlug sich im Schnelltest ziemlich gut. Die Navigation funktionierte zügig und zuverlässig und ließ sich dank verbesserter Bildschirmanzeige und guter Ansagen problemlos umsetzen. Das aktuelle Navigationsgerät von Aldi-Nord heißt P4440. Der Bildschirm und das Gehäuse sind etwas größer und flacher als beim E4440 von Februar. Außerdem hat das aktuelle Aldi-Navi einen Fingerabdruck-Sensor. Bei Einstellung der Sicherung gegen unbefugtes Einschalten geht das Gerät erst nach Berührung mit einem bestimmten Finger oder nach Eingabe eines Passworts in Betrieb. Einstellbar ist, ob die Sicherung bei jedem Ruhemodus, Neu- oder Kaltstart einsetzt. Verändern oder Abschalten lässt sich die nur mit einem einzigen Fingerabdruck überwindbare Sperre nur nach Eingabe eines speziellen Passworts. Letzte Veränderung gegenüber dem Aldi-Navi von Februar: Medion hat zusätzlich einen kleinen UKW-Sender eingebaut. Mit ihm lassen sich die Navigations-Ansagen übers Autoradio verstärken.

Berücksichtigung von Staurisiko

Bei der Funktion jedenfalls stellten die Tester praktisch keine weiteren Unterschiede fest. Mit anderen Worten: Das neue Medion P4440 ist wegen des etwas größeren Bildschirms noch besser ablesbar und sonst genau so gut wie das alte. Geblieben ist auch die Berücksichtigung von Staugefahren anhand statistischer Daten zur Verkehrslage. Strecken, die zur fraglichen Zeit regelmäßig überlastet sind, umfährt das Medion P4440. Im Schnelltest ließ sich diese Funktion nicht prüfen. Klar ist aber: Vor Staus wegen Unfällen, neuer Baustellen oder anderer unvorhersehbarer Umstände schützt das nicht. Dafür bleibts bei der Auswertung der Verkehrsfunkdaten („TMC“). Deren Qualität hängt von der jeweils zuständigen Dienststelle der Polizei und der Verkehrsredaktion des gewählten Radiosenders ab und ist höchst unterschiedlich.

Fahrspurassistent inklusive

Im Gegensatz zum Navi aus dem Aldi-Angebot von Februar: Ein Fahrspurassistent ist vorhanden. Dagegen fehlt ein Netzgerät fürs Aufladen an der Steckdose. Möglich ist das Aufladen über USB-Anschluss. Dafür müssen allerdings Computer oder Notebook so lange laufen, bis der Akku im Navigationsgerät voll ist. Zu beachten: Beim ersten Einschalten des Medion P4440 ist Bluetooth aktiviert. Wers nicht braucht, sollte es gleich abschalten. Das spart Energie und verlängert die Akkulaufzeit. Aldi liefert mit dem Navi Kartendaten zu insgesamt 43 europäischen Ländern mit Stand vom zweiten Quartal 2009. Für 28 Länder sind die Daten vollständig; für weitere 15 Staaten sind zumindest Hauptstraßen und Autobahnen sowie Details zu den Ballungsräumen verfügbar. Die Daten unter anderem für Großbritannien sind nicht installiert. Wer sich dort zurecht finden will, muss dafür die Kartendaten von der mitgelieferten DVD nachinstallieren.

Im Vergleich: Navigationsgeräte

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