Navi-Test 2021

So testet die Stiftung Warentest

13.07.2021
Navi-Test 2021 - Apps und Navigations­geräte im Vergleich
Dienst­reise. Für den Test des Verkehrs­diensts gingen Apps und Navis zugleich auf große Fahrt. © Florian Generotzky

Die Stiftung Warentest bewertet Navigations­geräte und -Apps in sechs Disziplinen: Navigation, Hand­habung, Akku­lauf­zeit, Verarbeitung der Geräte, Daten­verbrauch via Mobil­funk und Daten­sende­verhalten. Die Noten in den Disziplinen werden Gruppen­urteile genannt. Aus den sechs Gruppen­urteilen ergibt sich das test-Qualitäts­urteil. Lesen Sie hier, wie die Stiftung Warentest testet und bewertet.

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Inhalt

Navis und Apps im Test

Navigations­geräte und -Apps testet die Stiftung Warentest gemein­sam mit Verbraucher­organisationen aus Belgien, Groß­britannien, Italien, Portugal und Spanien. Die Geräte werden anonym im Handel einge­kauft, die Apps aus den jeweiligen App-Stores geladen. Weder Presse­muster noch Vorserien­modelle kommen in den Test.

Preise

Der Produktfinder zeigt Onlinepreise ohne Versand­kosten. Die Preise für die Geräte ermittelt der Online­dienst idealo.de. Der Stand des Onlinepreises wird für jedes Produkt ange­zeigt. Die App-Preise sind die von uns bezahlten.

Unter­suchungen

Die Apps prüfen wir auf einem OnePlus 7T (Android) beziehungs­weise einem Apple iPhone 11 (iOS). Die Handys haben dabei eine Daten­verbindung. Die Prüfungen erfolgen im Straßenverkehr und mit einem GPS-Simulator. Subjektive Be­urtei­lungen nehmen drei Experten vor.

Navigation: 45 %

Bei Fahrten auf Auto­bahnen und in Stadt­gebieten bewerten wir die Ansagen (unter anderem Verständlich­keit, Aussprache, Laut­stärke, Klang, Klarheit und Zeit­punkt) und Anzeige der Route (Lesbarkeit, Klarheit, Helligkeit, Anordnung und Umfang der Symbole). Bei der Routenführung bewerten wir die Differenzen zwischen errechneter und realer Ankunfts­zeit, Neube­rechnungen bei der Navigation, Karteninfos, Empfind­lich­keit des GPS-Empfängers sowie das Navigieren ohne GPS-Signal. Wir erfassen die Zeit für Start und Ortung und für die Routenbe­rechnung in unterschiedlichen Situationen. Bei den Verkehrs­diensten beur­teilen wir die Anzeige und Verständlich­keit der Verkehrs­informationen – auch für alternative Routen und umliegende Straßengebiete – sowie die Genauigkeit von Angaben zur Staulänge. Die Navigations­geräte sind dabei, sofern möglich, mit einem Handy gekoppelt und nutzen dessen Daten­verbindung.

Hand­habung: 40 %

Wir bewerten die Hilfen (Voll­ständig­keit, Klarheit, Verständlich­keit, Lesbarkeit) sowie die Installation (Apps: unter anderem Nutzerführung und Trans­parenz beim Download und beim Installieren. Geräte: Ein- und Ausbauen, Ein- und Ausschalten). In das Urteil Täglicher Gebrauch fließen alle relevanten Bedien­schritte ein, darunter Ziel­eingabe, Änderung von Einstel­lungen, Software-Updates, Fußgängernavigation, Warnung vor Blitzern. Unter dem Prüf­punkt Sprach­steuerung geht es unter anderem darum, wie gut und schnell die Sprach­eingabe funk­tioniert und welche Rück­meldun­gen wir erhalten. Beim Umgang mit Anrufen beur­teilen wir, wie nutzerfreundlich Telefonate während der Navigation sind. Bei den Navi-Geräten nutzen wir dafür, wo möglich, eine Bluetooth-Kopp­lung via Smartphone.

Akku­lauf­zeit: 5 %

Wir ermitteln die Betriebs­zeit des jeweiligen Smartphones oder Navi-Geräts mit einer Akku­ladung bei GPS-Signal­empfang und einge­schal­te­tem Bild­schirm.

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Verarbeitung: 5 %

Wir bewerten die Konstruktion und Ausführung der Hard­ware-Navis und ihrer Halterungen.

Daten­verbrauch via Mobil­funk: 5 %

Wir bewerten die Mobil­funk-Daten­mengen, die bei der Ziel­eingabe und einer Fahrt über eine 11,5 Kilo­meter lange Strecke in einer Groß­stadt über­tragen werden.

Daten­sende­verhalten: 0 %

Wir prüfen, ob und in welchem Umfang die Navis und Apps Nutzer­daten, Geräte­daten oder Nutzungs­statistiken an Server senden. Wir protokollieren und analysieren den Daten­verkehr und entschlüsseln – falls nötig – SSL-Verbindungen. Sendet die App für den Betrieb nicht notwendige Daten, stufen wir das als kritisch ein.

Abwertungen

Abwertungen bewirken, dass sich Mängel verstärkt auf das test-Qualitäts­urteil auswirken. Sie sind in der Tabelle mit einem Stern­chen *) gekenn­zeichnet. Diese Abwertung setzen wir ein:

Ab der Note befriedigend (2,6) im Urteil Navigation werten wir das test-Qualitäts­urteil ab.

Sind die Urteile gleich oder nur gering­fügig schlechter als diese Note, ergeben sich nur geringe negative Auswirkungen. Je schlechter die Urteile, desto stärker ist der jeweilige Abwertungs­effekt.

Prüfungen vor 2021

Vor Prüfung der 2021 veröffent­lichten Navis und Navi-Apps haben wir den Test über­arbeitet. Die Noten der davor veröffent­lichten Geräte sind darum nicht mit denen der seit 2021 veröffent­lichten Vergleich­bar. Die wichtigsten Änderungen:

Gewichtungen: Vor 2021 flossen die Note für die Navigation mit einer Gewichtung von 40 Prozent, die für die Hand­habung mit 35 Prozent und das inzwischen gestrichene Urteil zur Vielseitig­keit mit 10 Prozent ins test-Qualitäts­urteil ein.

Unter­suchung: Vor 2021 prüften wir die Apps auf einem Google Pixel 2 (Android) und einem Apple iPhone X (iOS).

Daten­verbrauch via Mobil­funk: Vor 2021 waren die Bewertungs­grenzen in diesem Urteil strenger, geringere Daten­mengen führten zu schlechteren Noten.

Vielseitig­keit: Vor 2021 bewerteten wir wichtige Ausstattungs­merkmale wie stationäre oder mobile polizei­liche Blitzer oder die Routenführung für Fußgänger in einem eigenen Gruppen­urteil „Vielseitig­keit“.

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