Navi Test

Durch­halten oder abfahren? Live-Dienste informieren über Staus, Ausweichrouten und die erwartete Zeit­ersparnis.

Früher musste der Beifahrer im Urlaub Karten wälzen, während der Fahrer im Dunkeln nach Schildern spähte, um die richtige Abzweigung zu finden. Navi-Geräte wie Tomtom & Co lösen dieses Problem, kosten aber oft Hunderte Euro. Smartphone-Apps führen dagegen oft gratis ans Ziel. Doch wie gut navigieren sie? Gibt es signifikante Unterschiede zwischen Gratis-Apps und Bezahl-Apps? Können Apps mit Navi-Geräten mithalten? Unser Test von neun Apps und zwei Geräten liefert Antworten.

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TestNavi24.03.2017
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Apps vs. Navi-Geräte

Vorteile der Apps. Apps sind häufig gratis und sie berechnen Routen oft schneller als Navi-Geräte. Hinzu kommt, dass sich auf einem Smartphone mehrere Navi-Apps verwenden lassen, auf Navi-Geräten ist hingegen nur die Software des jeweiligen Anbieters verfügbar. Ein weiterer Plus­punkt: Smartphone­besitzer müssen sich fürs Navigieren kein Extra-Gerät kaufen – ihr Handy ist ein Tausend­sassa und hilft auch beim Auto­fahren.

Vorteile der Geräte: Saugnapfnavis lassen sich leicht mit Familien­mitgliedern teilen, mal nutzt der eine es, mal der andere – sein Handy hingegen gibt kaum jemand gern aus der Hand. Während gerade die Gratis-Apps meist auf schnelle, stabile Mobil­funk­verbindungen angewiesen sind, funk­tionieren viele Navis ganz ohne Netz­zugang – dadurch arbeiten sie auch im Ausland und in Regionen mit schlechtem Mobil­funk­empfang problemfrei. Und „last but not least“: Wird das Navi-Gerät mal gestohlen, entsteht dem Nutzer primär ein finanzieller Schaden – beim Diebstahl eines Smartphones hingegen kommt noch die Sorge über allerlei private Daten hinzu.

Das Wichtigste: Die wohl entscheidendste Frage ist jedoch, wie gut Apps und Geräte navigieren. Dieser Frage sind wir ausführ­lich nachgegangen, indem wir unter anderem die Anzeige und Ansage der Fahr­empfehlungen, die Routenführung sowie die Geschwindig­keit der Routenbe­rechnung geprüft haben.

Online vs. Offline

Die Welt der Navi-Hilfen teilt sich in zwei Lager: Bei den einen sind alle Karten auf dem Navi-Gerät oder dem Smartphone gespeichert – eine Daten­verbindung ist höchs­tens für Live-Infos erforderlich. Solche offline navigierenden Hilfen sind gerade im Ausland praktisch, da sie Roaming-Kosten stark begrenzen oder ganz vermeiden. Nachteil: Die Offline-Karten belegen viel Speicher­platz und ihre Infos können veraltet sein. Die andere Variante sind Online-Karten: Einige Apps benötigen eine Mobil­funk­verbindung, um über­haupt navigieren zu können. Die Online-Karten sind oft aktueller, belasten aber auch das Mobil­funk-Daten­budget viel mehr – vor allem außer­halb der EU kann das richtig teuer werden. Einige Online-Apps ermöglichen aber den manuellen Download von Karten aufs Smartphone.

Gratis-Apps vs. Bezahl-Apps

Große Konzerne wie Apple und Google bieten ihre Navi-Apps gratis an. Der Nutzer bezahlt entweder mit seinen Daten oder indem er das entsprechende Smartphone kauft, an das die Navi-App gebunden ist. Auf Navigation spezialisierte Anbieter wie Navigon und Tomtom hingegen verkaufen ihre Apps oder bieten sie als Abo an. Gratis-und Bezahl-Apps unterscheiden sich vor allem hinsicht­lich der Frage, wo das Kartenmaterial im Normalfall lagert: offline oder online. Wie sich kostenlose und kosten­pflichtige Apps qualitativ unterscheiden und ob es sich lohnt, für eine Navi-App (oder ein Navi-Gerät) Geld auszugeben, zeigen unsere Test­ergeb­nisse.

Live-Dienste unter der Lupe

Alle Apps und Geräte im Test bieten Live-Dienste. Sie informieren zum Beispiel über aktuelle Staus, Ausweichrouten und Gefahren­stellen. Meist sind die Live-Infos inklusive, nur einer der geprüften Anbieter kassiert dafür extra ab. Wir sind insgesamt rund 16 000 Kilo­meter unter heraus­fordernden Bedingungen (Vorweihnachts­zeit, primär im Ruhr­gebiet) gefahren, um zu testen, ob Live-Dienste Fahrer schneller ans Ziel bringen und ob sie die Ankunfts­zeit präziser voraus­sagen als Apps, bei denen der Live-Dienst nicht akti­viert ist.

Daten­sende­verhalten

Zusätzlich haben wir untersucht, welche Daten die Apps wohin über­tragen. Von den neun Apps sind drei unkritisch und sechs kritisch. Letztere versenden etwa Geräte-IDs – mitunter sogar an Dritt­anbieter. Und eine App schickt erstaunlich viele Daten an Facebook, dabei hat das soziale Netz­werk herz­lich wenig mit dem Thema Navigation zu tun. Das ist schon ziemlich dreist, zumal es sich um eine kosten­pflichtige App handelt.

Diese Fragen beant­wortet der Test

  • Wie gut navigieren die geprüften Apps und Geräte?
  • Sind Bezahl-Apps besser als Gratis-Apps?
  • Wie schneiden die Apps im Vergleich zu Navi-Geräten ab?
  • Führen Live-Dienste schneller ans Ziel?
  • Wie lang halten Smartphone-Akkus durch bei der Nutzung von Navi-Apps?
  • Wie hoch ist der Mobil­funk-Daten­verbrauch der Apps?
  • Welche Apps und Geräte warnen vor Blitzern?

Wenn Sie den Test frei­schalten, erhalten Sie außerdem Zugriff auf das PDF zum Vorgängertest aus test 5/2015. Nutzer­kommentare, die vor dem 22. Februar 2017 gepostet wurden, beziehen sich noch auf die ältere Unter­suchung.

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TestNavi24.03.2017
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