Spenden für die Umwelt

Naturschutz Meldung

Spenden für die UmweltBiber wieder ansiedeln ­ ein Projekt des BUND.

Gerade in der Vorweihnachtszeit flattern wieder Spendenaufrufe ins Haus. Den überregional tätigen Spendenorganisationen schaut das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen auf die Finger. Es prüft, ob Spendensammler sachlich werben, gesammelte Gelder nachprüfbar ausweisen und bei den Verwaltungskosten sparen. Leider kümmert sich das DZI bislang nur um "humanitär-karitative" Organisationen, aber nicht um Umwelt- und Naturschutzverbände. Unsere Tipps zeigen, was bei Spenden für die Umwelt wichtig ist.

Vor Ort helfen. Vor allem im NABU und im BUND sind viele Ortsgruppen aktiv, die sich zum Beispiel um Biotopschutz, ökologisches Bauen oder naturnahes Gärtnern kümmern. Fragen Sie nach Ansprechpartnern vor Ort. So erfahren Sie, wohin das Geld fließt.

Kritisch prüfen. Fragen Sie auch nach Infomaterial und dem Jahresbericht. Sie verraten schon viel über den Willen der Spendenorganisation zur Transparenz. Interessant ist zum Beispiel, wie sehr die Organisationen auf Großspenden von Unternehmen angewiesen sind und unter welchen Bedingungen sie ihr Logo vermarkten.

Steuern sparen. Einen Teil der Spende kann man später von Vater Staat zurückbekommen. Voraussetzung: Der Spendenempfänger ist als gemeinnützig anerkannt und deshalb von der Körperschaftssteuer befreit. Dann darf er für die Spende eine Zuwendungsbestätigung ausstellen. Die Spendensumme (bis zu 5 Prozent des Gesamtbetrags der Einkünfte) kann als Sonderausgabe vom zu versteuernden Einkommen abgezogen werden. Für Beträge bis zu 100 Mark reicht die Einzahlungsquittung als Beleg.

Nicht überrumpeln lassen. Haustürsammlungen sind umstritten. Lassen Sie sich den behördlichen Sammler- und den Personalausweis zeigen. Vorsicht beim Abschluss von Fördermitgliedschaften: Unterschreiben Sie keinen Antrag ohne verbrieftes Rücktrittsrecht.

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