Dauerhaft gefärbte Haare gern – aber bitte rein natürlich und sanft, nicht mit chemisch-synthetischen Substanzen: Wer so denkt, wird zu seinen grauen Strähnen stehen müssen. Denn auch permanente Haarfarben aus dem Bio- und Naturkosthandel kommen nicht ohne das chemisch-synthetisch hergestellte Wasserstoffperoxid aus. Zudem können kritische Stoffe enthalten sein. Das zeigt das Beispiel der Haarfarbe Sanotint Mahagoni Dunkel aus dem Reformhaus: Das Etikett gibt sich betont harmlos „mit Goldhirse und Kräuterextrakten“ und „ohne p-Phenylendiamin“ (PPD). Doch die Auslobung führt in die Irre. Statt des Färbemittels PPD, das bei empfindlichen Menschen eine Kontaktallergie auslösen kann, steckt das nah verwandte Toluene-2,5-Diamine im Sanotint-Produkt. Bei vielen PPD-Allergikern kann es ebenfalls zu Reaktionen führen. In der Naturkosmetikbranche sind permanente Haarfarben umstritten. Sie können etwa nicht mit dem Naturkosmetiksiegel „Natrue“ zertifiziert werden, das als unabhängig gilt. Es darf nur auf Kosmetika ohne chemisch-synthetische und allergene Inhaltsstoffe prangen.

Dieser Artikel ist hilfreich. 619 Nutzer finden das hilfreich.