Was Kohlensäure bewirkt

Von Natur aus perlt in Mineral­wasser etwas Kohlensäure aus der Quelle, in Vulkan­regionen besonders viel. Oft reicht der Gehalt nicht für ein starkes Prickeln, dann kommt tech­nisch hergestellte Kohlensäure hinzu. Sie wird durch Gärungs- oder Verbrennungs­prozesse gewonnen. Auf dem Etikett steht dann „mit Kohlensäure versetzt“ – wie bei allen Classic-Wässern im Test.

Wasser und Kohlen­stoff­dioxid

Kohlensäure ist die Verbindung von Wasser mit Kohlen­stoff­dioxid (CO2). Mineral­wasser enthält nur Spuren dieser echten Kohlensäure, das meiste ist gelöstes CO2. Land­läufig fasst man beides unter dem Begriff Kohlensäure zusammen. Wenn der Mensch prickelndes Wasser trinkt, nimmt er viel CO2 auf. Durch Aufstoßen, über das Blut und die Lungen gelangt es wieder komplett aus dem Körper.

pH-Wert: Leicht sauer

Kohlensäure kitzelt im Mund und lässt das Wasser etwas säuerlich schme­cken. Sie bestimmt auch den pH-Wert des Wassers. Er liegt beim Classic-Wasser im leicht sauren Bereich – im Mittel bei 5,3. Bei Medium-Wässern ist er ähnlich. Leitungs- und stilles Wasser sind eher neutral (pH-Wert von etwa 7). Vorteil der Kohlensäure: Sie kann verhindern, dass Keime wachsen.

Kohlen­stoff­dioxid ist leicht reizend

Das CO2 im Mineral­wasser kann den Magen reizen. Wer Probleme damit hat, sollte lieber stilles Wasser trinken. Mancher fürchtet auch, dass Kohlensäure wie andere Säuren die Zähne angreift – dafür ist sie aber zu flüchtig.

Als Dick­macher verdächtigt

Die Studie einer Uni in Ramallah sorgte 2017 für Aufsehen. Kohlensäure soll danach ein Hungerhormon akti­vieren und den Appetit fördern. Die Studie hatte mehrere metho­dische Probleme, unter anderem nahmen nur 20 Menschen teil.

Sprudelt unterschiedlich stark

Es ist nicht vorgeschrieben, wie viel Kohlensäure ein Mineral­wasser haben soll. Die Gehalte variieren, wie unsere Tests zeigten: Bei den Classic-Wässern im Test sprudelte Berg Quelle mit 6,2 Gramm pro Liter am meisten. Am wenigsten enthielt Naturalis Quintus-Quelle von Netto Marken-Discount und Quell­brunn Brandenburger Urstromquelle von Aldi Nord. Mit lediglich 4,2 Gramm pro Liter würden sie auch als Medium durch­gehen.

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TestMineral­wasser im Test26.06.2019
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