Mehrweg und Einweg

Die Bundes­bürger kaufen Mineral­wasser über­wiegend in Einwegflaschen. Doch die schnelle Entsorgung gilt im Vergleich zum Mehrweg-System als weniger nach­haltig. Das neue Verpackungs­gesetz, das Ende März 2017 verabschiedet wurde, will Mehrweg stärken. Bis 2021 soll sich auf dem Getränkemarkt die Mehr­wegquote von derzeit 45 auf 70 Prozent erhöhen.

PET-Mehrweg-Flaschen

Natürliches Mineral­wasser Test

PET-Mehrweg-Flaschen tragen unter anderem das Logo „Für die Umwelt Mehrweg“ oder den simplen Aufdruck „Mehrweg“. Der Verbraucher bekommt bei Rück­gabe 15 Cent Pfand zurück. PET-Mehrweg-Flaschen lassen sich bis zu 25 mal befüllen und werden dann erst geschreddert und recycelt. Vor allem traditionelle Brunnen­betriebe füllen ihr Marken­wasser in diese etwas dick­wandigeren Kunst­stoff­flaschen ab. Das Umwelt­bundes­amt sieht bei den PET-Mehrweg-Flaschen einen ökologischen Vorteil gegen­über allen anderen Flaschen­systemen. Mehr dazu: Umweltbundesamt: Prüfung und Aktualisierung der Ökobilanzen für Getränkeverpackungen (2016).

Glas-Mehrweg-Flaschen

Wie die PET-Mehrweg-Flaschen tragen Glas-Mehrweg-Flaschen unter anderem das Logo „Für die Umwelt Mehrweg“ oder den simplen Aufdruck „Mehrweg“. Bei Rück­gabe bekommt der Verbraucher 15 Cent Pfand zurück. Seit Jahr­zehnten füllen Brunnen­betriebe ihr Mineral­wasser in Glas-Mehrweg-Flaschen ab. Sie lassen sich bis zu 50 mal befüllen und können anschließend über­wiegend wieder zu Glasflaschen recycelt werden. Das bringt Plus­punkte für die Ökobilanz. Minus­punkte dagegen gibt es für das schwere Gewicht der Glasflaschen. Das fällt vor allem bei weiten Trans­porten ins Gewicht, für die dann viel Energie nötig ist. Wer Wasser in Glasflaschen aus der Region trinkt, wirkt dem entgegen. Im aktuellen Bericht des Umwelt­bundes­amts über Ökobilanzen von Getränke­verpackungen stehen 0,7-Liter-Glasflaschen im Allgemeinen etwas schlechter da als 1,5-Liter-PET-Flaschen.

PET-Einweg-Flaschen mit Einweg-Logo

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Bei Rück­gabe von PET-Einweg-Flaschen bekommt der Verbraucher 25 Cent Pfand zurück. Leere Flaschen werden nicht neu befüllt, sondern geschreddert und recycelt. Ihre Umwelt­bilanz hat sich in den vergangenen Jahren verbessert. Das liegt daran, dass sie inzwischen leichter geworden sind und ein höherer Anteil recycelt werden kann. Etwa 98 Prozent der bepfandeten PET-Einwegflaschen sollen laut Branche, dem Forum PET, heute recycelt werden – ein Drittel des Materials sogar zu neuen Flaschen. Der Grund: Der hohe Pfand­betrag hat sich als großer Anreiz erwiesen, leer getrunkene Flaschen zurück zum Händler zu bringen. So lassen sie sich relativ sortenrein sammeln und effektiver recyceln als andere Kunststoffe.

PET-Cycle

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Bei diesem System werden PET-Einwegflaschen im Mehr­wegkasten verkauft. Für jede Flasche ist ein Pfand von 25 Cent fällig, für den Kasten ein Pfand von 1,50 Cent. Die Initiatoren – dazu gehören Firmen der Getränke- und Verpackungs­industrie – erklären, dass mehr als 50 Prozent des Flaschenmaterials wieder zu neuen Flaschen recycelt werden soll.

PET-Einweg-Flaschen mit grünem Punkt

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Das Logo findet man auf Getränken ohne Kohlensäure wie Frucht­saft, für sie ist kein Pfand fällig. Die Flaschen können über die gelbe Tonne entsorgt werden. Ökologisch ist das weniger günstig als ein Pfand­system.

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TestNatürliches Mineral­wasserStand der Daten: 28.06.2017
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