Mineral­wasser, Trink­wasser und Co.

Der Durst lässt sich mit verschiedenen Wässern löschen. Die einen stammen direkt aus der Quelle, die anderen werden meist aufbereitet.

Natürliches Mineral­wasser

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Der Audio-Podcast zum Thema Natürliche Mineralwässer.

Am Anfang war jedes natürliche Mineral­wasser Nieder­schlags­wasser, das durch verschiedene Gesteins­schichten in die Erde gesi­ckert ist. Auf seinem Weg in die Tiefe hat es sich beispiels­weise mit Kalzium, Magnesium, Natrium, Kalium oder anderen Mineralstoffen angereichert. Nach der Mineral- und Tafel­wasser­ver­ordnung muss Mineral­wasser aus unter­irdischen Wasser­vorkommen stammen, die vor Verunreinigungen geschützt sind. Es muss

  • ursprüng­lich rein sein,
  • an der Quelle abge­füllt werden,
  • in seiner Mineral­stoff­zusammenset­zung konstant sein
  • und eine amtliche Anerkennung haben.

Allerdings bedeutet die Bezeichnung „natürliches Mineral­wasser“ heute nicht mehr, dass es reichlich Mineralstoffe enthält. Früher war das so, da musste Mineral­wasser mindestens 1 000 Milligramm gelöste Mineralstoffe pro Liter und eine ernährungs­physiologische Wirkung aufweisen. Doch seit der EU-Harmonisierung für Mineral­wasser von 1980 spielt der Mineral­stoff­gehalt keine Rolle mehr. Selbst Wässer mit weniger als 50 Milligramm Mineralstoffe pro Liter dürfen sich noch natürliches Mineral­wasser nennen.

Trink­wasser

Es wird aus Grund­wasser, Seen, Talsperren, Flüssen und Quellen gewonnen. Das meiste Wasser müssen Wasser­werke aufbereiten. Die Qualität wird so streng kontrolliert wie bei keinem anderen Lebens­mittel in Deutsch­land. Laut Umwelt­bundes­amt hält Leitungs­wasser die Vorgaben der Trink­wasser­ver­ordnung zu 99 Prozent ein. Sobald kritische Keime oder Chemikalien auffallen, müssen Wasser­werke vor dem Verzehr des Trink­wassers warnen. Nitrat aus intensiver Land­wirt­schaft belastet zwar mancher­orts das Grund­wasser, aber im Trink­wasser kommt es laut Umwelt­bundes­amt nur in Ausnahme­fällen zu Über­schreitungen – die Wasser­werke können einen Teil des Nitrats entfernen oder verschiedene Wässer miteinander mischen. Schad­stoffe wie Uran und Chrom kommen von Natur aus im Boden vor und können auch ins Trink­wasser übergehen. Das zeigte auch der Test von Trinkwasserproben aus 28 deutschen Städten und Gemeinden. Blei, Kupfer, Nickel, Kadmium geraten in der Regel über unge­eignete Armaturen oder Rohre beim Verbraucher zu Hause hinein. Eine Recherche der Stiftung Warentest hat Ende 2013 gezeigt, dass das Trink­wasser in einigen unsanierten Altbauten in Nord- und Ostdeutsch­land noch durch Blei­rohre fließt. Bei Verdacht sollte sich der Verbraucher an das zuständige Wasser­werk oder Gesund­heits­amt wenden. Diese können in der Regel Labor­adressen für Trink­wasser­analysen nennen, die unter Umständen kostenfrei sind.

Tipp: Mehr Infos zum Leitungs­wasser in den FAQ Wasser auf test.de.

Heil­wasser

Es wird wie natürliches Mineral­wasser gewonnen. Heil­wasser ist aber kein Lebens­mittel, sondern ein frei verkäufliches Arznei­mittel. Daher braucht es eine Zulassung. Im Handel steht Heil­wasser oft direkt neben natürlichem Mineral­wasser.

Quell­wasser

Es wird auch am Quell­ort abge­füllt, braucht aber keine amtliche Anerkennung.

Tafel­wasser

Es ist eine Mischung aus mehreren Wasser­arten wie Trink-, Mineral- oder Meer­wasser. Mineralstoffe und Kohlensäure dürfen zugesetzt sein. Tafel­wasser wird mitunter als künst­liches Mineral­wasser bezeichnet.

Wie aus Regen Mineral­wasser wird

Mineral­wasser entsteht aus Wasser, das in eine unter­irdische, geschützte Quelle sickert. Auf langen Wegen in die Tiefe filtrieren es Gesteinschichten, sie geben auch Mineralstoffe ab. Mindestens eine Schicht, etwa aus Ton, muss die Quelle vom Grund­wasser trennen und so vor Verunreinigungen, zum Beispiel aus Land­wirt­schaft und Haushalten, schützen. Der Brunnen­betrieb fördert das Wasser nach oben und füllt es ab. Nur mit amtlicher Anerkennung darf es „natürliches Mineral­wasser“ heißen.

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