Einkauf, Lagerung, Trink­empfehlungen

Viel trinken ist super, nur Herz- und Nierenkranke sollten nicht über­treiben.

Wasser ist der beste Durst­löscher. Anders als Limonade, klassische Cola oder Frucht­saft hat es weder Zucker noch Kalorien. Es greift auch die Zähne nicht an. Mineral­wasser mit Kohlensäure erfrischt besonders gut, stilles Mineral­wasser bekommt manchem besser. Hier verraten wir, was Sie beim Einkaufen, Lagern und Trinken beachten sollten.

Wasser aufmerk­sam einkaufen und perfekt lagern

Stand­ort im Geschäft

Achten Sie beim Einkauf darauf, dass die Mineral­wasser­flaschen nicht dicht neben stark riechenden Wasch­mitteln oder im grellen Sonnenlicht stehen. Gerade bei Flaschen aus PET könnte dann vermehrt Acetaldeyhd aus dem Flaschenmaterial ins Wasser übergehen. Das Wasser würde dabei den typischen fruchtig-süßen Acetaldehyd-Geschmack annehmen.

Angebrochene Flaschen

Stellen Sie angebrochene Wasser­flaschen kalt und trinken Sie das Wasser möglichst bald aus.

Unge­öffnete Flaschen

Unge­öffnete Mineral­wasser­flaschen sollten generell geschützt vor Sonnenlicht, kühl, trocken und geruchs­neutral lagern.

PET-Einwegflaschen. Mineral­wasser in PET-Einwegflaschen hält sich unge­öffnet mindestens sechs Monate. Der Kohlensäu­regehalt lässt aber mit der Zeit nach. Bei PET-Flaschen – vor allem solchen, die ohne Acetaldehyd­blocker hergestellt wurden – kann vermehrt Acetaldehyd ins Wasser übergehen. Wärme und Licht beschleunigen den Prozess. Das PET-Flaschenmaterial lässt auch starke Gerüche, etwa von Zwiebeln oder muffigen Kellern durch. Lagern Sie es also in einer geruchs­neutralen Umge­bung, damit es keine störenden Fremdnoten aufnimmt.

Glasflaschen. Um einen Fehl­geschmack zu vermeiden, sind auch Glasflaschen vor Wärme- und Licht­einwirkung zu schützen – wegen des Materials ihrer Schraub­verschlüsse. Grund­sätzlich verhindert Kohlensäure das Keim­wachs­tum im Mineral­wasser. In unge­öffneten Glasflaschen bleibt das Wasser bis zu zwei Jahre ohne Beein­trächtigung.

Nicht draußen lagern

Lagern Sie Mineral­wasser nicht im Freien – das Licht schadet den Flaschen. Egal, ob aus Glas oder PET – bei Frost können sie platzen.

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Trink­empfehlungen

Tägliche Mindest­menge

Trinken Sie mindestens 1,5 Liter Flüssig­keit pro Tag. Bei großer Hitze oder Anstrengung darf es mehr sein. Vor allem ältere Menschen müssen darauf achten, genug Flüssig­keit zu sich zu nehmen. Bei vielen lässt das Durst­gefühl nach. Erste Warn­signale für Flüssig­keits­defizite: Kopf­schmerzen, Müdig­keit, trockene Schleimhäute, geringe Urinmenge mit dunkler Färbung.

Sportler und stillende Mütter

Wer sich intensiv anstrengt, muss auftanken: Pro Stunde intensivem Sport kann bis zu ein Liter Wasser zusätzlich notwendig sein. Auch Stillende habe einen höheren Bedarf. Für sie empfiehlt die Deutsche Gesell­schaft für Ernährung 1,7 Liter pro Tag.

Beste Trink­zeit

Trinken Sie nach Bedarf, aber möglichst über den Tag verteilt. Es bringt nicht viel, große Mengen auf einmal in sich hinein zu schütten. Der Körper kann die Flüssig­keit nicht speichern. Damit Sie das Trinken nicht vergessen: Positionieren Sie die empfohlene Tages­menge an einem gut sicht­baren Ort. Auch ein Trink­plan kann helfen.

Richtiges Trinkgefäß

Trinken Sie Wasser möglichst nicht direkt aus der Flasche. Keime aus dem Mund könnten sonst ins Wasser gelangen und sich dort vermehren.

Bei Nieren- und Herz­muskelk­erkrankungen

Nieren- und Herz­kranke sollten sich nicht im Über­maß Getränke zuführen – auch kein Wasser. Betroffene können über­schüssige Flüssig­keit nicht so gut ausscheiden wie ein gesunder Mensch. Sie sollten die individuell richtige Trinkmenge am besten mit Ihrem Arzt besprechen.

Babys und Immun­geschwächte

Wasser kann Keime enthalten, die für Menschen mit schwachem Immun­system kritisch sein können. Dazu gehören etwa Babys, Krebs- und Aids-Patienten. Für sie empfiehlt es sich, jegliches Wasser abzu­kochen, bevor sie es trinken oder damit Nahrung anrühren. Die Hitze zerstört Keime, die ihnen gefähr­lich werden könnten.

Tipp: Weitere Infos rund ums Thema Wasser­trinkenfinden Sie in unserem kostenlosen Special Richtig trinken. Darin erfahren Sie unter anderem, inwiefern Wasser beim Abnehmen helfen kann und ob Kaffee ein Flüssig­keits­räuber ist.

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