Wichtige Mineralstoffe: Geladene Teilchen: Von Chlorid bis Sulfat

Magnesium soll gut für Gestresste, Natrium gut für Sportler sein. Mineralwasser wird gern als Lifestyle-Produkt beworben, das dank seiner Mineralstoffe diverse Bedürfnisse decken kann. Mineralstoffe müssen wir unserem Organismus zuführen, und das am besten über abwechslungsreiche Kost. Denn um den täglichen Mineralstoffbedarf mit Wasser zu decken, müsste jeder Hunderte Liter trinken. Dennoch kann es lohnen, mineralstoffreiche Wässer gezielt einzusetzen. Mineralstoffe liegen im Wasser in gelöster Form als geladene Teilchen vor. Sie werden übers Trinken schneller aufgenommen als übers Essen und gelangen direkt in die Blutbahn. Die wichtigsten positiv geladenen Teilchen (Kationen) sind Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium, die wichtigsten negativ geladenen Teilchen (Anionen) Chlorid, Hydrogenkarbonat und Sulfat.

Natrium: Reguliert im Körper den Wasserhaushalt und die Muskeltätigkeit. Mit Chlorid bildet es Kochsalz. Wer sich salzarm ernähren möchte, hat viele „natriumarme“ Wässer zur Auswahl . Wer viel Sport treibt oder schwitzt, profitiert von „natriumhaltigem“ Wasser.

Kalium: Hält mit Natrium den Wasserhaushalt im Gleichgewicht, reguliert die Herz- und Muskeltätigkeit, entspannt Muskeln und Nerven. Mit genug Gemüse, Obst und Milch ist der Tagesbedarf von 2 Gramm gedeckt. Im Mineralwasser im Test stecken nur geringe Mengen. Für Leistungssportler sind kaliumreiche Wässer von Nutzen.

Kalzium: Stärkt die Knochen, ist wichtig für die Erregbarkeit von Nerven und Zellen. Wer täglich Milchprodukte verzehrt, wird ausreichend versorgt. Für andere ist „kalziumhaltiges“ Wasser eine Alternative. Der Tagesbedarf liegt bei 1 Gramm. Ein Liter Alwa Medium deckt davon schon die Hälfte ab.

Magnesium: Ist beteiligt am Aufbau von Knochen, stärkt die Erregbarkeit der Nerven. Über Blattgemüse, Getreide, Fleisch, Milch und Nüsse nehmen wir die empfohlene Tageszufuhr von 350 Milligramm leicht auf. Nur Sportler und Schwangere brauchen mehr.

Chlorid: Wie Natrium nehmen wir es durch Kochsalz ausreichend zu uns. Fast alle Wässer im Test hatten wenig Chlorid. Bei Schwitzen, Durchfall oder Erbrechen muss der Verlust ausgeglichen werden.

Hydrogenkarbonat (Bikarbonat): Wird vom Körper selbst gebildet. Als Bestandteil der Salze der Kohlensäure kommt es in jedem Mineralwasser vor und erleichtert die Verdauung.

Sulfat: Der Körper produziert es selbst durch die Umwandlung schwefelhaltiger Aminosäuren. Sulfat hat ab etwa 1,2 Gramm pro Liter eine leicht abführende Wirkung. Im Test betrifft das nur Alwa und Plus (Falkenberg Quelle).

Dieser Artikel ist hilfreich. 3303 Nutzer finden das hilfreich.