Nass­rasierer Test

Im Test treten an: 42 Nass­rasierer für Männer – vom billigen Einwegschaber bis zum vibrierenden Hightech-Scher­system. Klingenblöcke mit bis zu sechs Messern sollen den Bart des Mannes porentief und hautschonend entfernen. Gillette gewinnt das Duell gegen Wilkinson deutlich.

Nass­rasierer: komplexe Systeme

Gillette und Wilkinson Sword heißen die beiden großen Namen am Nass­rasierermarkt. Sie ringen um die beste Klingen­kons­truktion. Denn die Scherköpfe moderner Nass­rasierer sind komplexe Systeme: Sie bieten bis zu sechs Klingen hinter­einander und oft einen separaten Konturen­schneider an der Oberkante. Der lässt sich besonders gut an den Koteletten oder unter der Nase einsetzen. Ein Haut­straffer, eine Gummi­lamelle und ein Gleit­streifen neben dem Klingen­block gehören inzwischen zur üblichen Ausstattung.

Gillette: gleich fünf Rasierer vorn

Im Test hat Gillette die Nase vorn: Gleich fünf Typen liegen vor dem Topmodell Hydro 5 von Wilkinson. Unter den fünf besten Rasierern befinden sich die beiden sehr guten Gillette-Modelle Fusion Proglide und Fusion Proglide Power. Der Proglide Power lässt den Scher­kopf auf Knopf­druck batteriebe­trieben vibrieren. Das jedoch ist nicht der Grund, dass er eine Idee besser abschneidet als der Proglide ohne Batterie. Das Scher­system unterscheidet sich. Ein Mikrokamm vor dem Klingen­block fädelt beim Proglide Power die Bart­haare ein und liefert sie ans Messer. Das beste Modell des Konkurrenten Wilkinson Sword, der Hydro 5, folgt gleich hinter den Gillette-Rasierern. Nur 0,1 Noten­punkte schlechter und dazu deutlich güns­tiger sind die besten Discounter-Nass­rasierer: Die guten Balea men Revolution 5.1 von dm und Cerrus Pace 6 von Ross­mann sowie deren baugleiche Modelle.

Bart: Flaum und Kupferdraht

Der Test war anspruchs­voll: 55 Prüf­personen boten alle möglichen Varianten männ­lichen Bart­wuchses, vom weichen Flaum bis zu Bart­stoppeln wie aus Kupferdraht. Die Tester bewerteten Probanden mit normalem bis etwas stärkerem Bartwuchs und normaler bis etwas sensiblerer Haut. Die Frage nach der Halt­barkeit der Klingen lässt sich nicht pauschal beant­worten. Zu unterschiedlich ist die Beschaffenheit der Bärte. Dennoch halten die Klingen bei einigen Rasierern weniger lange durch. Urteil im Prüf­punkt Halt­barkeit bei ihnen: nur ausreichend. Das führt zur Abwertung des test-Qualitäts­urteils.

Gillette Proglide: sehr gut zur Haut

Nach der täglichen Rasur beur­teilten die Probanden und ein Fachmann die Gründlich­keit der Rasur an den unterschiedlichen Gesichts­partien, etwa an Wange, Kinn und Hals. Eine sehr gute Hautschonung bieten nur die beiden Fusion-Proglide-Modelle von Gillette, bei den Einwegklingen schont nur der Wilkinson Sword Xtreme3 die Haut gut.

Einwegrasierer: Schwächen

Die Einwegrasierer schneiden im Test schlechter ab als die Systemrasierer mit Wechsel­klingen. Der Wilkinson Sword Xtreme3 Sensitive schafft als einziger noch ein knappes Gut. Hier muss sich Konkurrent Gillette beim Rasier­komfort knapp geschlagen geben. Seine Modelle Sensor3 und Blue3 sensitive verpassten beim Rasieren und in der Hautschonung beide die Note Gut nur haarscharf. Bei den übrigen Einwegrasierern bemängelten die Probanden die schlechtere Rasier­leistung und oft auch die Unhand­lich­keit der Rasierer.

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