Nasen­pflege

So haben wir getestet

23.11.2016
Inhalt

Im Test: 20 exemplarisch ausgewählte Nasen­pflege­mittel – 13 Medizin­produkte, 5 Medikamente, davon 2 anthroposophische Arznei­mittel, 2 Kosmetika. Wir kauf­ten sie im Mai und Juni 2016 ein. Die Preise ermittelten wir laut Lauer-Taxe, dem Preis­verzeichnis der Apotheken, Stand 1.10.2016.

Unter­suchungen

Zwei Experten analysierten die vorliegenden Daten zum Nutzen und zu den Risiken der Nasen­pflege­mittel. Die Bewertung der Arznei­mittel und Medizin­produke erfolgte gemäß dem üblichen Vorgehen der Stiftung Warentest (Details unter So testen wir), die Beur­teilung der beiden kosmetischen Produkte in Anlehnung daran. Zudem berück­sichtigten die Gutachter die Ergeb­nisse der Schad­stoff­prüfung.

Schad­stoffe

Wir untersuchten alle Nasen­pflege­mittel im Labor auf verschiedene Schad­stoff­gruppen.

Mineral­ölbestand­teile (Mosh und Moah): Wir prüften mittels online gekoppelter HPLC-GC-FID, ob und gegebenenfalls in welcher Konzentration die Produkte bestimmte Bestand­teile von Mineral­ölen enthielten, nämlich aromatische und gesättigte Mineralöl-Kohlen­wasser­stoffe, Moah und Mosh. Bei positivem Moah-Befund erfolgte eine Absicherung der Ergeb­nisse durch GCxGC-TOF/MS. Hier­durch wurden zusätzliche Informationen über die Strukturen der Moah gewonnen.

PAK (poly­zyklische aromatische Kohlen­wasser­stoffe): Wir bestimmten die Gehalte der PAK in Anlehnung an DIN EN 16143:2013–05 „Petroleum products – Determination of content of Benzo(a)pyrene (BaP) and selected poly­cyclic aromatic hydrocarbons (PAH) in extender oils – Procedure using double LC cleaning and GC/MS analysis”.

3-MCPD- und Glycidol-Ester: Wir prüften Öle pflanzlichen Ursprungs auf 3-MCPD- und Glycidol-Ester, die bei der Verarbeitung von Fetten entstehen können. Die Analyse erfolgte mittels GC-MS nach Methode der Deutschen Gesell­schaft für Fett­wissenschaft DGF C–VI 18 (10).

Weitere Unter­suchungen

Wir ermittelten die Anzahl der Keime in den Produkten und prüften zudem, ob bestimmte Mikro­organismen (Staphylococcus aureus und Pseudomonas aeruginosa) vorhanden waren. Die Prüfungen erfolgten in Anlehnung an das Europäische Arznei­buch, 8. Ausgabe, 2.6.12/13. Dabei ergaben sich keine Auffälligkeiten.

Wir prüften ferner die Kenn­zeichnung der Nasen­pflege­mittel entsprechend den jeweils geltenden gesetzlichen Vorgaben. Zehn Nutzer und fünf geschulte Prüfer prüften zudem die Hand­habung der Produkte – ob sie hand­lich sind, wie sie sich öffnen und wie sich die Inhalte entnehmen lassen. Und ein Experte, zehn Nutzer und fünf geschulte Prüfer begut­achteten die Gebrauchs­informationen bezüglich der Anwendungs-, Hygiene- und Aufbewahrungs­hinweise, Verständlich­keit und Leserlich­keit. Auch bei diesen Unter­suchungen ergaben sich keine Auffälligkeiten.

23.11.2016
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