Nasen­pflege Test

Öle, Cremes und Salben sollen bei trockener Nase helfen. Das funk­tioniert in vielen Fällen, wie unser Test von 20 Nasen­pfle­gepro­dukten zeigt. Doch 11 der 20 über­prüften Mittel enthalten Schad­stoffe. Es handelt sich dabei um aromatische Kohlen­wasser­stoffe (Moah). Manche dieser Substanzen gelten als möglicher­weise krebs­er­regend.

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TestNasen­pflegetest 12/2016
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Mittel für strapazierte Nasen

Der Winter sorgt für raues Klima in der Nase. Kälte und Heizungs­luft trocknen sie aus, Schnupfen und Taschentücher reizen sie zusätzlich. Manche Menschen neigen unabhängig von der Jahres­zeit zu trockener Nase. Unangenehme Folgen sind Jucken, Brennen, Stechen, Schmerzen, teils auch Krusten oder Nasen­bluten. Abhilfe versprechen rezept­freie Öle, Salben und Cremes. Ärzte empfehlen die Mittel zudem oft nach Nasen­operationen.

11 von 20 Produkten im Test mit Schad­stoffen

Die Stiftung Warentest hat 20 Produkte unter die Lupe genommen. Die gute Nach­richt: Viele eignen sich, um strapazierte Nasen zu pflegen und zu befeuchten. Die schlechte Nach­richt: 11 der 20 Mittel enthalten Moah – Mineral Oil Aromatic Hydrocarbons. Das ist ein Gemisch aromatischer Mineralöl-Kohlen­wasser­stoffe, von denen manche als möglicher­weise krebs­er­regend gelten. Sie kommen in Erdöl vor – und oft in Produkten daraus, wie den Salben­grund­lagen Vaseline und Paraffin. Moah fanden sich aber auch in zwei Mitteln, die laut Packungs­angabe keine Stoffe aus Mineralöl enthalten. Die Schad­stoffe könnten als Verunreinigung hinein­geraten sein. Die Werte sind bei diesen Mitteln sehr gering, bei einer weiteren Salbe sind sie gering. In folgenden Produkten haben wir jedoch deutliche oder sogar hohe Gehalte an Moah gefunden:

  • Bepanthen Augen- und Nasensalbe
  • Hysan Nasensalbe
  • Emsan Nasenbal­sam
  • Emser Nasensalbe sensitiv
  • Hübner Schwarz­wald Tannen­blut Nasensalbe mild
  • Jenapharm Panthenol Nasen­creme
  • Minerasol Mineralische Nasensalbe
  • Nisita Nasensalbe

Branche setzt auf Arznei­buch­qualität

Laut dem Bundes­institut für Risiko­bewertung (BfR) lässt sich Mineralöl inzwischen so gut reinigen, dass es allenfalls Spuren von Moah enthält – unter 0,0001 Prozent. Viele Nasen­pfle­gepro­dukte enthielten deutlich mehr. Die Mengen liegen in ähnlichen Größen­ordnungen wie kürzlich beim Test von Haut- und Lippenpflegeprodukten. Damals wie jetzt teilten betroffene Anbieter mit, dass sie mineral­ölbasierte Rohstoffe in Qualitäten einsetzen, die das Europäische Arznei­buch erlaubt. Dies verlangt bisher keine Prüfung auf Moah.

Aufnahme in den Körper nicht ausgeschlossen

Es gibt keinen gesetzlichen Grenz­wert für Moah, und die gesundheitliche Beur­teilung dieser Substanzen ist noch nicht abge­schlossen. Dennoch rät die Stiftung Warentest allen, die sicher­gehen wollen, nur jene Mittel zu nutzen, in denen sich keine Moah fanden. Es lässt sich nicht ausschließen, dass Moah über Haut und Schleimhaut – gerade bei Einsatz an wunden Stellen – oder über den Mund in den Körper gelangen. Zudem fanden sich in allen betroffenen Mitteln neben Moah auch Mosh (Mineral Oil Saturated Hydrocarbons). Diese Stoffe sind bei Produkten auf Miner­ölbasis unver­meid­bar und können sich bei Aufnahme in den Körper anreichern. In welchem Ausmaß sie durch die Haut dringen, ist noch unklar.

Nasenöl oder Salbe?

Bei den getesteten Nasen­pflege­mitteln lassen sich zwei Gruppen unterscheiden: einer­seits Nasenöle, anderer­seits Cremes und Salben. Die geprüften Öle auf pflanzlicher Basis sind am Nasen­vorhof sowie kurz­zeitig auch in der Nasenhöhle einsetz­bar. Salben und Cremes eignen sich eher für die Haut­pflege am Nasen­vorhof, also dem Bereich unmittel­bar inner­halb der Nasenlöcher. Manche Nutzer pflegen mit den Mitteln auch wunde Haut außen an den Nasenflügeln und unter der Nase.

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