Die richtige Spüllösung: Vorportioniertes Salz oder Speisesalz?

  • Vorportioniert. Zu vielen getesteten Nasenduschen gibt es Salze – meist vorportioniert in Tütchen. Bad Reichenhaller und Pari Montesol bieten konzentrierte Sole-Lösung, Sensecare ein loses Halitsalz mit Mess­löffel. Alle Produkte enthalten Kochsalz (Natrium­chlorid), teils auch weitere Stoffe.
  • Einwand­frei im Test. Mit allen Produkten ließ sich beim Test mit Leitungs­wasser einfach eine einwand­freie Lösung herstellen: Salz­konzentration und pH-Wert waren korrekt, die mikrobiologische Qualität war in Ordnung. Vorportionierte Salze sind aber nicht unbe­dingt günstig. Die getesteten kosten etwa 8 bis 30 Cent pro Nasenspülung. Billiger ist das lose Sensecare-Halit-Nasenspülsalz mit Dosier­löffel für 3 Cent je Anwendung. Jedes Salz darf grund­sätzlich in jede Nasendusche – aber Auffüll­volumen beachten.
  • Speisesalz. Es ist sehr günstig und ebenfalls verwend­bar. Aber Sie müssen sorg­sam dosieren und nasenschonendes Salz nehmen – am besten ohne Jod, Fluorid und sogenannte Trenn­mittel oder Riesel­hilfen wie Natrium­ferrocyanid (E 535). Laut test 10/2013 eignet sich etwa Byodo Atlantik Meersalz. Es kostet nicht mal 1 Cent pro Spülung. Zur korrekten Dosierung brauchen Sie zum Beispiel für 500 Milliliter Wasser 4,5 Gramm Salz. Die Menge lässt sich auf vielen Küchenwaagen abwiegen oder entspricht grob einem Teelöffel. Erzeugen Sie die Lösung frisch, gießen Sie Über­schüsse weg.
  • Steril. Manchmal, etwa bei Mukoviszidose oder Nasen-OPs, sollte die Spüllösung steril (keimfrei) sein – Arzt fragen. Nutzen Sie dann etwa Salz und abge­kochtes Wasser oder Natrium­chlorid-Infusions­lösung aus Apotheken.

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