Nasenduschen Test

Pollen­allergiker und Sinusitis-Patienten wissen: Eine Nasenspülung kann durch­aus helfen. Die salzig-warme Lösung lindert oft wirk­sam Beschwerden. Doch nur vier von zehn getesteten Nasenduschen sind gut. Die anderen hatten Schwächen bei der Hand­habung, Verarbeitung oder Gebrauchs­anleitung. Der Test zeigt, welche Nasenduschen gut sind und erklärt, welche Regeln beim Spülen zu beachten sind.

Nasenduschen 01/2014

  • Aldi (Nord)/ St. Christoph Nasenspül-Set Hauptbild Aldi (Nord)/ St. Christoph Nasenspül-Set
  • Bad Reichenhaller NasenDusche Hauptbild Bad Reichenhaller NasenDusche
  • Emcur Nasendusche Hauptbild Emcur Nasendusche
  • Emser Nasendusche Nasanita Hauptbild Emser Nasendusche Nasanita
  • Fitne Health Care Nasendusche Hauptbild Fitne Health Care Nasendusche
  • nacur Nasal Spa Starter kit Hauptbild nacur Nasal Spa Starter kit
  • Pari Montesol Nasendusche Hauptbild Pari Montesol Nasendusche
  • Prof. Schmidt's Jala Neti Set Hauptbild Prof. Schmidt's Jala Neti Set
  • Rucho Nasenspüler Hauptbild Rucho Nasenspüler
  • Sensecare Nasendusche Hauptbild Sensecare Nasendusche
Alle Produkte anzeigenWeniger anzeigen

Nasenspülen kann medizi­nisch nützen

Die eigene Nase durch­zuspülen, sei eine „natürliche Hygienemaß­nahme“, „wohl­tuend und befreiend“, ja die reinste „Well­ness“. So lautet die Werbung für Nasenduschen. Sie sind in Apotheke oder Drogerie erhältlich, erinnern meist an Kannen oder Kanister und spülen Salz­wasser durch die Nase – durch ein Loch rein, durchs andere raus. Das Prinzip geht auf Yoga-Reinigungs­rituale zurück und kann medizi­nisch durch­aus nützen. Bei zwei Gesund­heits­problemen ist die Wirk­samkeit gut belegt: bei Pollen­allergie und chro­nischer Nasen- und Neben­höhlen-Entzündung. Die Methode kommt zudem oft nach Nasen-OPs zum Einsatz. Sie soll dann aber nur auf ärzt­lichen Rat hin statt­finden. Sonst ist sie sehr gut verträglich und kann sogar lang­fristig zum Einsatz kommen – wenn Nutzer einige Regeln einhalten Tipps.

Vier von zehn getesteten Geräten sind gut

Was zeichnet gute Nasenduschen aus? Zunächst ist wichtig, dass sie einwand­frei arbeiten. Spülen sie gründlich? Lassen sie sich gut füllen, reinigen, sind sie leicht zu hand­haben? Fünf Experten und zehn Nutzer ohne Vorerfahrung gingen diesen Fragen beim Test der Stiftung Warentest auf den Grund, indem sie zehn Geräte am eigenen Leib ausprobierten. Zudem wurden die Gebrauchs­anleitung, Kenn­zeichnung und Verarbeitung bewertet. Nur vier der zehn Nasenduschen erhielten die Gesamt­note Gut.

Alle zugehörigen Salze im Test einwand­frei

Zu vielen Nasenduschen gibt es Salze – meist vorportioniert in Tütchen, aber auch als konzentrierte Sole-Lösung oder lose mit Mess­löffel. Die Produkte enthalten Kochsalz (Natrium­chlorid), teils auch weitere Stoffe. Bei allen getesteten Salzen ließ sich mit Leitungswasser einfach eine einwand­freie Lösung herstellen. Vorportionierte Salze sind aber nicht unbe­dingt günstig. Die getesteten Salze kosten etwa 8 bis 30 Cent pro Nasenspülung. Billiger ist das lose Sensecare-Halit-Nasenspülsalz mit Dosier­löffel für 3 Cent je Anwendung. Jedes Salz darf grund­sätzlich in jede Nasendusche – Sie sollten aber das Auffüll­volumen beachten.

Mit Speisesalz klappt die Spülung auch

Güns­tiger lässt sich die Lösung mit Speisesalz erzeugen – am besten mit nasenschonendem Salz ohne Jod, Fluorid und ohne sogenannte Trenn­mittel oder Riesel­hilfen wie Natrium­ferrocyanid (E 535). Die richtige Menge: 4,5 g (etwa ein Teelöffel) für einen halben Liter Wasser – Über­schuss weggießen und nicht für spätere Spülungen aufheben. Eine solche Lösung enthält umge­rechnet 0,9 Prozent Salz – diese Konzentration entspricht derjenigen in der menschlichen Tränenflüssig­keit. Eine nied­rigere oder deutlich höhere Salz­konzentration kann die Nasen­schleimhaut schädigen und brennt in der Nase. Solche Lösungen sollten Sie nicht verwenden und zudem auf gute Hygiene achten und sanft spülen – zum Schutz Ihrer Nase.

Dieser Artikel ist hilfreich. 123 Nutzer finden das hilfreich.