Winzige Teilchen in Lebensmitteln bereiten großes Kopfzerbrechen: Nanopartikel. Ihr Name leitet sich vom griechi­schen „nanos“ für Zwerg ab. Sie können etwa Ketchup besser fließen lassen, das Verklumpen von Gewürzen und Brühen verhindern. Für Mensch und Umwelt bergen die innovativen Winzlinge aber womöglich gesundheitliche Risiken. Der Umweltausschuss des Europaparlaments hat im Mai gefordert, Nanopartikel nur nach umfangreicher Prüfung in Nahrungs­mitteln einzusetzen. Wie viel Nano bereits im Essen steckt, ist schwer zu sagen. Noch müssen Nanoprodukte in Europa nicht gekennzeichnet werden. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hat in Deutschland für den Bereich Nahrung zwei Dutzend Nanoprodukte ermittelt – Zusatzstoffe, Nahrungser­gän­zungsmit­tel, beschichtete Verpackungen. BUND und auch das Umweltbundesamt fordern mehr Sicherheitstests und eine Kennzeichnungspflicht.

Dieser Artikel ist hilfreich. 148 Nutzer finden das hilfreich.