Nanopartikel sind nach Erkenntnissen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) nicht der Auslöser der zum Teil schweren Gesundheitsstörungen, die nach der Anwendung von Nano-Versiegelungssprays aufgetreten sind (siehe test 6/06: Atemnot). Die Produkte enthalten nach neueren Untersuchungen keine Partikel in Nano-Abmessungen. Der Begriff „Nano“ im Produktnamen soll vielmehr auf den hauchdünnen Film hinweisen, der sich nach dem Versprühen der Produkte auf der Oberfläche von Keramik oder Glas bildet. Mehr als 110 zum Teil schwere Fälle von Gesundheitsstörungen waren den Giftinformationszentren und dem BfR Ende März 2006 gemeldet worden, nachdem Verbraucher die Magic-Nano-Glasversiegeler und Magic-Nano-Keramikversiegeler in Spraydosen mit Treibgas angewandt hatten. Zunächst war vermutet worden, dass Nanopartikel an den Vergiftungen beteiligt sind. Inwieweit andere Bestandteile der Produkte die Symptome verur­sacht haben, ist derzeit nicht vollständig geklärt. Die Flüssigkeit der Sprays wurde bereits jahrelang als Pumpspray vertrieben – Gesundheitsstörungen wurden da nicht gemeldet. Tipp Bei Aerosolen stets Anwendungshinweise beachten, zum Beispiel Vorsicht bei Anwendung in Innenräumen.

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