Einige Banken und Sparkassen verlangen für die Umschreibung der Inha-beraktien auf Namensaktien, die von immer mehr deutschen Aktiengesellschaften vorgenommen werden, Gebühren bis zu 40 Mark. Dabei beträgt die Umschreibungsgebühr bei der Deutsche Börse Clearing nur einheitlich 3 Mark.

Da es für Banken und Sparkassen keine verbindliche Regelung für die Umschreibungsgebühren gibt, sind die Kreditinstitute in ihrer Gebührengestaltung frei. Die Schutzgemeinschaft für Kleinaktionäre (SdK) hält diese Gebühren für völlig unakzeptabel. "Umschreibungsgebühren sollten die Unternehmen tragen, denn die Einführung von Namensaktien liegt allein im Interesse der Firmen", erklärte Anneliese Hieke, Vorstandsmitglied der Schutzgemeinschaft, gegenüber Finanztest. Sie hält die Gebührenabzockerei sogar für rechtswidrig, da Aktienumstellungsgebühren im Preisaushang der Banken nicht aufgeführt sind. Aktionäre, so Hieke, sollten sich weigern, solche Gebühren zu zahlen. Die nächste Probe aufs Exempel können Anleger bei der Umschichtung der Telekom-Aktien von Inhaber- in Namensaktien machen.

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