Touristen werden leicht ungewollt zu Schwarzfahrern. Das liegt nicht nur an den komplizierten Tarifen, sondern auch daran, dass es zu wenig Möglichkeiten gibt, ein Ticket zu kaufen. Das stellt die Zeitschrift test in der Ausgabe 11/2000 fest. Aus Sicht eines Touristen haben die Mitarbeiter die Nutzerfreundlichkeit des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in 20 deutschen Großstädten untersucht, darunter auch den Fahrscheinkauf.

Nur sechs Städte (München, Karlsruhe, Hamburg, Bremen, Erfurt und Dresden) erreichten in diesem Teilbereich ein "Gut". Neun Städte bekamen für den Fahrkartenverkauf ein "Befriedigend", in fünf Großstädten reichte es nur zu einem "Mangelhaft".

Häufigster Kritikpunkt war die Nennung unterschiedlicher Preise für eine vierköpfige Familie. In Frankfurt am Main schwankten die Angaben von Beschäftigten der Verkehrsgesellschaft zwischen 11,10 Mark und 32,80 Mark. Negativ wurde auch bewertet, wenn an den Fahrscheinautomaten immer passend gezahlt werden musste.

Tipp: Touristen sollten versuchen, sich vor einem Städtetrip Informationen zu beschaffen. Dem Tarifwirrwarr können sie entgehen, wenn sie ein Tages- oder Wochenendticket kaufen, das für das gesamte Stadtgebiet gilt.

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