Nährwert von Obst und Gemüse Meldung

Obst und Gemüse sind auch nicht mehr das, was sie früher waren – diese These macht öfter Schlagzeilen. Sie stimmt nicht, sagt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung.

Vitamine und Mineralstoffe. Die Werte für Vitamine und Mineralstoffe liegen hierzulande über die Jahre innerhalb normaler Schwankungsbreiten, auch im internationalen Vergleich, betont die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Anbau und Ernte. Eine große Rolle für den Nährwert spielen Anbau und Ernte – auch je nach Wetterlage. So heißt mehr Sonne in der Reifezeit meist mehr Vitamin C. Bei zehn Paprikasorten schwankte der Gehalt zwischen 88 und 243 Milligramm pro 100 Gramm, wie die Bundesforschungsanstalt für Ernährung in Karlsruhe im Verlauf von zehn Jahren feststellte. Der Gehalt an Betakarotin lag mal bei knapp 3 Milligramm, mal bei nur 0,1.

Bei zwölf Erdbeersorten wurden 32 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm gefunden – oder auch mehr als doppelt so viel.

Bei 14 Apfelsorten steckten in 100 Gramm zwischen 38 Milli­gramm Vitamin C und nicht einmal einem Zehntel davon.

Sorten. Auch hier gibt es erhebliche Unterschiede. Auf die 38 Milligramm Vitamin C, den höchsten Einzelwert bei Äpfeln, kam die Sorte Berlepsch. Im Durchschnitt über zehn Jahre waren es 27 Milligramm pro 100 Gramm. Jonagold und Braeburn hatten ähnliche Durchschnittswerte. Im Mittelfeld: Golden Delicious mit 12 und Gala mit 13 Milligramm. Gloster. kam etwa auf die Hälfte, kaum besser der Elstar mit 8 Milligramm im Mittel und 3 als niedrigster Einzelwert (siehe auch: Rückstände in Äpfeln).

  • Tipp. Lange Lagerung kann licht- und hitzeempfindliche Vitamine wie B und C schnell senken. Das gilt vor allem bei Wärme und besonders dann, wenn Obst und Gemüse malerisch am Stand in der Sonne liegen.

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