Nähmaschinen im Test Meldung

Nähen ist weiterhin Trend. Mit einer Nähmaschine geht es besonders einfach. Aber für wen reicht ein Einsteigermodell um die 100 Euro, wer sollte tiefer in die Tasche greifen? Unsere französischen Kollegen von der Zeit­schrift Que choisir haben Nähmaschinen getestet. Die besten Modelle sind auch in Deutsch­land erhältlich.

17 Nähmaschinen im Test

Jeans säumen, Gardinen nähen, Muster sticken, Knopf­löcher säumen − unsere französischen Kollegen von der Zeit­schrift Que choisir haben fleißig geschneidert, um die Qualität von 17 Nähmaschinen zu prüfen. Der Lärm, das Gewicht und natürlich die Robustheit der Konstruktion spielten eine Rolle im Urteil. Zwei Schneide­rinnen testeten in der Praxis. Wenn sie Kritik übten, dann vor allem an der Knopf­loch-Funk­tion, dem Rück­wärts­gang bei Jeans­stoffen und dem Versäubern von Kanten.

Die Besten kosten deutlich über 300 Euro

Die besten Modelle sind auch in Deutsch­land erhältlich: zwei Innovis-Maschinen der Firma Brother – Innovis NV 55 für etwa 520 Euro und Innovis NV 15 für rund 340 Euro. Ebenfalls vorn liegt Pfaff Pass­port 2.0 für rund 500 Euro. Die Pfaff hat eine sehr große Arbeits­fläche, wurde im Vergleich zur Brother aber als deutlich lauter empfunden. Die teureren Maschinen verfügen über eine große Auswahl an Stichen und Funk­tionen. So kann die Brother NV 55 auch Mono­gramme und Buch­staben sticken. Zudem stechen die Nadeln der Topmodelle besonders kraft­voll und präzise − Stickereien an kräftigen Stoffen gelingen leichter. Oder das Fabrizieren von Umhängetaschen und Patchwork-Bezügen.

Für Einsteiger und dünne Stoffe

Anfänger sollten weniger auf die vielfältige Ausstattung achten, sondern eher auf eine leicht zu begreifende Betriebs­anleitung und einfache Bedienung. Wer selten und eher leichte Stoffe näht, dem empfehlen die Franzosen die güns­tigere Brother-Maschine NV 15. Einsteiger können auch mit einer noch güns­tigeren Maschine beginnen, etwa der Singer Tradition 2250 für rund 100 Euro oder der Silvercrest SNM 33B1 von Lidl. Sie ist im Online­shop für 75 Euro erhältlich. Beide Maschinen sind aber vergleichs­weise laut, vor allem die Singer. Die Tester stuften die Silvercrest beim Knöpfe nähen und bei Arbeiten nah am Saum als „bescheiden“ ein, die Singer Tradition 2250 kam hier immerhin noch mit einem „mittel­mäßig“ und einem „gut“ davon.

Komfort hat seinen Preis

Nähmaschinen um die 100 Euro lassen einige Bequemlich­keiten vermissen, wie etwa das auto­matische Einfädeln neuer Fäden in die Nadel oder Knöpfe für den schnellen Halt zwischen­durch oder griffige Geschwindig­keits­regulierung. Die Komfortzone beginnt erst bei Modellen ab gut 300 Euro.

Tipp: Wenn Sie schon wissen, was Sie demnächst nähen wollen: Einfach Stoffe mit in den Laden nehmen und ausprobieren, wie Sie mit dem jeweiligen Modell klar­kommen.

Zum Test von Que choisir

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