Nackenkissen Test

Dieser Mann ist gut abge­stützt – obwohl es eigentlich so gedacht ist, dass der Nacken auf der hohen Seite des Kissens aufliegt. Wichtig ist aber, dass Kopf und Hals­wirbelsäule, wie im Bild, eine gerade Linie bilden. Doch bei vielen Anbietern fehlen entsprechende Hinweise.

Gegen Nacken­beschwerden am Morgen kann ein Spezialkissen helfen. Aber nur vier von zwanzig Nacken­stützkissen im Test schneiden insgesamt gut ab. Davon sind nur drei für jeden Schläfer­typ geeignet. Gute Modelle gibt es erst ab 80 Euro (Preise: 9 bis 145 Euro). Das teuerste Kissen bekommt aber nur die Note ausreichend. Etliche Anbieter sagen nicht, wie das Kissen korrekt liegen sollte. Ist es ungünstig positioniert, knickt die Hals­wirbelsäule ab – was zu Schmerzen führen kann.

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TestNackenkissentest 09/2017
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Haupt­zielgruppe: Breitschult­rige Seiten­schläfer

Vier der zwanzig Nackenkissen im Test sind echte Allrounder: Sie stützen jeden gut ab – auf weichen wie auf harten Matratzen. Zum Vergleich haben wir zwei unterschiedlich feste Federkissen von Ikea (Maße: 40 x 80 Zenti­meter) mitgeprüft, von denen wir annahmen, dass sie mit den Nackenkissen mithalten können. Wir stellten fest: Die traditionellen Federkissen stützen Seiten­schläfer mit schmalen Schultern sowie Rücken­schläfer meist gut ab. Gute Nackenkissen eignen sich also eher für breitschult­rige Seiten­schläfer.

So liegen Sie richtig

Kein Mensch ist gleich gebaut. Außerdem bevor­zugt jeder eine andere Schlaf­position und Matratzenhärte. Ein gutes Nackenkissen sollte sich möglichst an alle diese Umstände anpassen lassen und die individuelle Form der Hals­wirbelsäule gut unterstützen. Um heraus­zufinden, welchen Modellen das gelingt, baten wir vier unterschiedlich gebaute Menschen ins Laborbett zum Probeliegen. Zwei lagen auf der Seite: einer mit breiten Schultern, einer mit schmalen. Zwei lagen auf dem Rücken: einer mit hohem, einer mit geringem Stützbedarf unter dem Hinterkopf. Auch zur Matratze muss das ideale Kissen passen. Darum haben unsere Test­schläfer die Nackenkissen auf unterschiedlichen Matratzen getestet. Auf einer weichen Matratze sinkt der Oberkörper zum Teil zu tief ein und der Kopf knickt ab. Die Kerne vieler Kissen bestehen daher aus entnehm­baren Schichten. So lassen sie sich an Kopf und Nacken anpassen. Doch nur bei wenigen Modellen gelingt dies optimal für alle Schlaf­positionen, Schulter­proportionen und Matratzenhärten.

Sie suchen eine geeignete Matratze?

In unserem Produktfinder Matratzen finden Sie Test­ergeb­nisse für 300 Matratzen unterschiedlicher Typen: Kalt­schaum, Latex, Federkern, Boxspring. Unsere inter­aktiven Tabellen zeigen für acht unterschiedliche Schläfer­typen – vier Körpertypen mit je zwei Liegege­wohn­heiten – die am besten geeigneten Matratzen. Dazu geben wir Tipps für den Matratzenkauf, erklären wichtige Fach­begriffe und nehmen typische Verkäufer­sprüchen auseinander.

Erst messen, dann ausprobieren

In Seiten­lage ist die Schulterbreite ausschlag­gebend für die Abstützhöhe des Kissens. Eine Test­person hatte nur 40 Zenti­meter breite Schultern und die andere war mit 55 Zenti­metern eher breitschult­rig. Die zwei Test­personen auf den Rücken unterschieden sich in ihrem Stützbedarf für den Kopf.

Tipp: Sind Sie Rücken­schläfer, ermitteln Sie Ihren persönlichen Stützbedarf wie folgt: Stellen Sie sich aufrecht mit den Schulterblättern an die Wand, ohne den Kopf anzu­lehnen. Blicken Sie gerade­aus und balancieren Sie den Kopf so aus, dass die Hals­muskulatur entspannt ist. Dann messen Sie den Abstand zwischen Hinterkopf und Wand. Beträgt dieser nur 2,5 Zenti­meter, wie bei einer unserer Test­personen, haben Sie einen nied­rigen Stützbedarf. Ist der Abstand größer, ist dementsprechend auch ihr Stützbedarf größer.

Wenig deklariert, viel umworben

Wie das Kissen korrekt liegt und individuell angepasst werden kann, geben etliche Anbieter nicht an. Dabei kann eine ungüns­tige Positionierung gravierende Folgen haben: Dann knickt nämlich die Hals­wirbelsäule ab, was zu Nacken- und sogar Kopf­schmerzen führen kann. Daher haben wir Kissen ohne hilf­reiche Anpassungs­hinweise insgesamt mit ausreichend bewertet. Manche der Anbieter locken ihre Kunden auch mit irreführender Werbung. Das Viskomaterial eines Modells soll „gesund“ sein und könne bei „Kopf­schmerzen“, „Schlaf­problemen“ oder „Wundliegen“ zum Einsatz kommen, so der Anbieter. Auch für diese Aussagen gab es ein Mangelhaft im Prüf­punkt Deklaration.

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