Nackenkissen Nur 3 von 20 betten jeden gut

Nackenkissen - Nur 3 von 20 betten jeden gut
Dieser Mann ist gut abge­stützt – obwohl es eigentlich so gedacht ist, dass der Nacken auf der hohen Seite des Kissens aufliegt. Wichtig ist aber, dass Kopf und Hals­wirbelsäule, wie im Bild, eine gerade Linie bilden. Doch bei vielen Anbietern fehlen entsprechende Hinweise. © Shutterstock

Gegen Nacken­beschwerden am Morgen kann ein Spezialkissen helfen. Aber nur vier von zwanzig Nacken­stützkissen im Test schneiden insgesamt gut ab. Davon sind nur drei für jeden Schläfer­typ geeignet. Gute Modelle gibt es erst ab 80 Euro (Preise: 9 bis 145 Euro). Das teuerste Kissen bekommt aber nur die Note ausreichend. Etliche Anbieter sagen nicht, wie das Kissen korrekt liegen sollte. Ist es ungünstig positioniert, knickt die Hals­wirbelsäule ab – was zu Schmerzen führen kann.

Nackenkissen Testergebnisse für 20 Nacken­stützkissen 09/2017

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Liste der 20 getesteten Produkte
Nacken­stützkissen 09/2017
  • Aktivmed Best-Schlaf-Kissen Premium Deluxe Hauptbild
    Aktivmed Best-Schlaf-Kissen Premium Deluxe
  • Allnatura Hevea-Plus Hauptbild
    Allnatura Hevea-Plus
  • Badenia Irisette Gel-Nackenstützkissen Hauptbild
    Badenia Irisette Gel-Nackenstützkissen
  • Billerbeck Exclusiv Concerto Hauptbild
    Billerbeck Exclusiv Concerto
  • Centa-Star Relax Exquisit Hauptbild
    Centa-Star Relax Exquisit
  • Dänisches Bettenlager Ergo Sensitiv Hauptbild
    Dänisches Bettenlager Ergo Sensitiv
  • Diamona Climatic Hauptbild
    Diamona Climatic
  • Dormabell Cervical Hauptbild
    Dormabell Cervical
  • Dormiente Relaxopillo Med Hauptbild
    Dormiente Relaxopillo Med
  • f.a.n. Sleep & Care Vario 2 Hauptbild
    f.a.n. Sleep & Care Vario 2
  • Galeria Home Viscola Hauptbild
    Galeria Home Viscola
  • Hefel Mediflex Hauptbild
    Hefel Mediflex
  • Hn8 Schafwoll-Zirbe-Kissen Hauptbild
    Hn8 Schafwoll-Zirbe-Kissen
  • Lidl Meradiso Silverplus Hauptbild
    Lidl Meradiso Silverplus
  • Matratzen Concord SF+Contact Clima Fresh Hauptbild
    Matratzen Concord SF+Contact Clima Fresh
  • Paradies reVita Ergonomic Hauptbild
    Paradies reVita Ergonomic
  • QVC Bodyflex Hauptbild
    QVC Bodyflex
  • Technogel Anatomic Pillow Hauptbild
    Technogel Anatomic Pillow
  • Tempur Original Pillow Hauptbild
    Tempur Original Pillow
  • Werkmeister K V 14 Hauptbild
    Werkmeister K V 14

[Update 22.4.2021] Selbst die Besten sind nicht für jeden gut

Das gleiche Kissen entlastet den einen, während der andere mit Schmerzen aufwacht. Etwa, weil der Kopf beim Liegen abknickt. Meist geben die Hersteller nicht an, für wen sich welches Kissen eignet, schreibt die Schweizer Zeit­schrift Gesundheitstipp im Testbe­richt über zehn Nackenkissen. Auch die vier Guten eignen sich nicht für alle Körperformen gleichermaßen.

Das Tempur Shape Größe M für rund 109 Euro ist auch in Deutsch­land erhältlich. Es empfiehlt sich eher für Schlafende mit breiten Schultern, unabhängig von der Matratzenhärte. Auch für jene mit schmalen Schultern auf einer harten Matratze könnte es die richtige Stützhöhe haben. Sinkt die Temperatur, verhärtet sich der Schaum­stoff. Ein Nackenkissen sollte die individuelle Form der Hals­wirbelsäule gut unterstützen. Schlecht schnitten Kissen ab, die Schad­stoffe enthalten, nicht gut Feuchtig­keit ableiten oder zu hart sind.

Haupt­zielgruppe: Breitschult­rige Seiten­schläfer

Vier der zwanzig Nackenkissen im Test sind echte Allrounder: Sie stützen jeden gut ab – auf weichen wie auf harten Matratzen. Zum Vergleich haben wir zwei unterschiedlich feste Federkissen von Ikea (Maße: 40 x 80 Zenti­meter) mitgeprüft, von denen wir annahmen, dass sie mit den Nackenkissen mithalten können. Wir stellten fest: Die traditionellen Federkissen stützen Seiten­schläfer mit schmalen Schultern sowie Rücken­schläfer meist gut ab. Gute Nackenkissen eignen sich also eher für breitschult­rige Seiten­schläfer.

So liegen Sie richtig

Kein Mensch ist gleich gebaut. Außerdem bevor­zugt jeder eine andere Schlaf­position und Matratzenhärte. Ein gutes Nackenkissen sollte sich möglichst an alle diese Umstände anpassen lassen und die individuelle Form der Hals­wirbelsäule gut unterstützen. Um heraus­zufinden, welchen Modellen das gelingt, baten wir vier unterschiedlich gebaute Menschen ins Laborbett zum Probeliegen. Zwei lagen auf der Seite: einer mit breiten Schultern, einer mit schmalen. Zwei lagen auf dem Rücken: einer mit hohem, einer mit geringem Stützbedarf unter dem Hinterkopf. Auch zur Matratze muss das ideale Kissen passen. Darum haben unsere Test­schläfer die Nackenkissen auf unterschiedlichen Matratzen getestet. Auf einer weichen Matratze sinkt der Oberkörper zum Teil zu tief ein und der Kopf knickt ab. Die Kerne vieler Kissen bestehen daher aus entnehm­baren Schichten. So lassen sie sich an Kopf und Nacken anpassen. Doch nur bei wenigen Modellen gelingt dies optimal für alle Schlaf­positionen, Schulter­proportionen und Matratzenhärten.

Sie suchen eine geeignete Matratze?

In unserem Produktfinder Matratzen finden Sie Test­ergeb­nisse für 241 Matratzen unterschiedlicher Typen: Kalt­schaum, Latex, Federkern, Boxspring. Unsere inter­aktiven Tabellen zeigen für acht unterschiedliche Schläfer­typen – vier Körpertypen mit je zwei Liegege­wohn­heiten – die am besten geeigneten Matratzen. Dazu geben wir Tipps für den Matratzenkauf, erklären wichtige Fach­begriffe und nehmen typische Verkäufer­sprüchen auseinander.

Erst messen, dann ausprobieren

In Seiten­lage ist die Schulterbreite ausschlag­gebend für die Abstützhöhe des Kissens. Eine Test­person hatte nur 40 Zenti­meter breite Schultern und die andere war mit 55 Zenti­metern eher breitschult­rig. Die zwei Test­personen auf den Rücken unterschieden sich in ihrem Stützbedarf für den Kopf.

Tipp: Sind Sie Rücken­schläfer, ermitteln Sie Ihren persönlichen Stützbedarf wie folgt: Stellen Sie sich aufrecht mit den Schulterblättern an die Wand, ohne den Kopf anzu­lehnen. Blicken Sie gerade­aus und balancieren Sie den Kopf so aus, dass die Hals­muskulatur entspannt ist. Dann messen Sie den Abstand zwischen Hinterkopf und Wand. Beträgt dieser nur 2,5 Zenti­meter, wie bei einer unserer Test­personen, haben Sie einen nied­rigen Stützbedarf. Ist der Abstand größer, ist dementsprechend auch ihr Stützbedarf größer.

Wenig deklariert, viel umworben

Wie das Kissen korrekt liegt und individuell angepasst werden kann, geben etliche Anbieter nicht an. Dabei kann eine ungüns­tige Positionierung gravierende Folgen haben: Dann knickt nämlich die Hals­wirbelsäule ab, was zu Nacken- und sogar Kopf­schmerzen führen kann. Daher haben wir Kissen ohne hilf­reiche Anpassungs­hinweise insgesamt mit ausreichend bewertet. Manche der Anbieter locken ihre Kunden auch mit irreführender Werbung. Das Viskomaterial eines Modells soll „gesund“ sein und könne bei „Kopf­schmerzen“, „Schlaf­problemen“ oder „Wundliegen“ zum Einsatz kommen, so der Anbieter. Auch für diese Aussagen gab es ein Mangelhaft im Prüf­punkt Deklaration.

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