Tausende Arbeitslose, die Nachzahlungsbescheide bekommen haben, können nun auch Zinsen verlangen. Im Mai letzten Jahres hatte das Bundesverfassungsgericht geurteilt, dass Sozialabgaben, die vom Urlaubs- und Weihnachtsgeld abgezogen werden, auch den Anspruch auf Arbeitslosen- und Krankengeld erhöhen. Wer deshalb Einspruch gegen seinen Arbeitslosenbescheid einlegte, bekam eine Nachzahlung ­ doch die wurde nicht verzinst. Nun hat die Bundesanstalt für Arbeit sich vor dem Sozialgericht Köln verpflichtet, auch 4 Prozent Jahreszins zu überweisen.

Tipp: Wer eine Nachzahlung bekam, sollte nun beim Arbeitsamt einen Antrag auf Neubescheid stellen und nach Paragraph 44 Absatz 2 SGB I Zinsen verlangen. "Das Urteil lässt sich auf Empfänger von Krankengeld übertragen, die damals Rechtsmittel eingelegt hatten", meint der Essener Rechtsanwalt Uwe Carsten Glatz. Er hatte schon das damalige Urteil des Bundesverfassungsgerichts erstritten.

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