Heiz­strom für Wärmepumpen: Modern heizen, clever rechnen

Nacht­speicherhei­zung und Wärmepumpe Test

Christian Riff und sein Lebens­partner Klaus Both­feld möchten den Strom­tarif für ihre Wärmepumpe wechseln. 154 Euro könnten sie pro Jahr sparen. Ärgerlich: Ihr Vertrag hat sich wegen der langen Kündigungs­frist gerade um ein Jahr verlängert.

Viele Haus­besitzer heizen mit Umwelt­energie. Finanztest hat passende Strom­tarife in 44 Städten geprüft. Wechseln lohnt sich.

Wärmepumpen sind beliebt. Mehr als 32 Prozent aller Bauherren in Deutsch­land entschieden sich 2013 für die thermo­dynamische Heizung. Sie nutzt die Umwelt­wärme – etwa die aus dem Erdreich oder der Außen­luft zum Heizen und oft auch zur Warm­wasser­bereitung.

Besitzer von Wärmepumpen mit getrennter Messung (siehe Start­seite: Wie wird mein Verbrauch gemessen?) können frei wählen, von welchem Anbieter sie ihren Heiz­strom beziehen wollen.

Finanztest hat geprüft, ob es bundes­weite Anbieter gibt und wie viel Kunden in 44 Städten sparen können So haben wir getestet. Das Ergebnis: Wärmepumpen­besitzer haben oft bis zu 14 Anbieter zur Auswahl (Tabelle Diese Firmen bieten Tarife für Wärmepumpen an). In vielen Städten können sie hunderte Euro sparen, in Hannover sogar 560 Euro. Nur in 21*) Städten fanden wir Angebote für Eintarifzähler.

Strom­rechnung mit allen Details

Den Anbieter wechseln wollen auch Christian Riff und Klaus Both­feld aus Hohen Neuen­dorf (Brandenburg). Ihre Wärmepumpe verbraucht jähr­lich 6 600 Kilowatt­stunden Strom. In ihrer letzten Strom­abrechnung finden sie alle für den Wechsel nötigen Informationen, etwa den Jahres­verbrauch.

Auf unserer Internetseite können sie anschließend nach­sehen, ob ihr Wohn­ort zu den 44 untersuchten Städten gehört. Jetzt haben die beiden zwei Möglich­keiten: Entweder nutzen sie erst unsere Tabelle rechts oben und informieren sich bei den einzelnen Anbietern über die Preise, oder sie nutzen den Vergleichs­rechner von Verivox im Internet Unser Rat Wärmepumpen.

Auf kürzere Kündigungs­fristen achten

Günstig ist für Riff und Both­feld der Energiehandel Dresden. Die beiden müssen nur in den Onlinetarif­rechner der Firma ihre Post­leitzahl und ihren Jahres­verbrauch eingeben: Rund 154 Euro würden sie sparen.

Eine Preissicherheit gibt es dazu. Sie umfasst aber nicht den End-, sondern nur den Strom­einkaufs­preis. Steigen Abgaben oder Steuern, wird auch der Strom teurer.

Ein Blick in den alten Vertrag zeigt eine Kündigungs­frist von drei Monaten. Verpassen Riff und Both­feld diese, verlängert sich der Vertrag um zwölf Monate. Und genau das ist passiert. Die beiden hätten bis Ende 2014 kündigen müssen. Jetzt können sie frühestens zu Anfang April 2016 wechseln.

Darüber haben sich Riff und Both­feld so geärgert, dass sie nicht mehr so eine lange Kündigungs­frist und Vertrags­verlängerung wollen. Beim Energiehandel Dresden kämen sie zumindest vierteljähr­lich raus.

Eine Alternative wäre die Eon-Tochter E wie einfach. Hier beträgt die Kündigungs­frist nur vier Wochen. Wer sie verpasst, steckt aber wieder zwölf Monate fest.

Zur Ersparnis von 61 Euro kommt bei E wie einfach ein Bonus von 194 Euro im ersten Jahr. Er wird in der Jahres­rechnung berück­sichtigt. Aber Achtung bei hohen Boni: Die monatlichen Abschläge sinken oft nur wenig. Anders als bei E wie einfach ist der Bonus oft an Bedingungen geknüpft.

*) Korrigiert am 02.03.2015

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