Eine Bank darf den Preis für einen nach­träglichen Konto­auszug nicht pauschal fest­legen. Die Gebühr muss sich an den tatsäch­lichen Kosten orientieren. Das hat der Bundes­gerichts­hof (BGH) entschieden (Az. XI ZR 66/13). Die vom Verbraucherzentrale Bundes­verband beklagte Commerz­bank hatte pauschal 15 Euro für Duplikate von Konto­auszügen verlangt. Die Gebühr habe den Kunden unan­gemessen benach­teiligt, da der tatsäch­liche Aufwand meist deutlich unter 15 Euro gelegen habe. Die Bank selbst hatte angegeben, dass es zu mehr als 80 Prozent um Buchungen gehe, die weniger als sechs Monate zurück­liegen. Die Selbst­kosten lägen dann bei 10,24 Euro. Nur bei älteren Buchungen seien sie deutlich höher.

Inzwischen hat die Bank ihr Preis- und Leistungs­verzeichnis nachgebessert. Seit dem 2. Januar 2014 hat sie ihre Gebühren gestaffelt: Die Nacherstellung von Konto­auszügen aus den letzten 13 Monaten kostet 3 Euro, für Auszüge, die älter als 13 Monate sind, verlangt die Bank 15 Euro.

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