Eine Vermieterin darf eine Familie mit Kindern als Nachmieter ablehnen, weil sie zu laut ist. Das hat das Landgericht Hildesheim entschieden (Az. 7 S  41/05).

In der Wohnung, die über den Räumen der älteren Vermieterin liegt, hatte zuvor eine Frau allein gelebt. Die Mieterin wollte den Mietvertrag vorzeitig lösen und hatte mit der Vermieterin die Möglichkeit vereinbart Nachmieter zu finden.

Die vierköpfige Familie, die sie präsentierte, akzeptierte auch das Gericht nicht als Nachmieter. Sie verursache im Vergleich zu der ehemaligen Mieterin so viel mehr Geräusche, dass dies für die Vermieterin unzumutbar sei.

Die Gefahr der Lärmbelästigung muss aber – wie hier – konkret sein und keine fernliegende Befürchtung. Der Bundesgerichtshof hat in einem anderen Fall die Ablehnung eines Nachmieters mit Kind nicht akzeptiert. Der Vermieter hatte nur befürchtet, Nachbarn könnten sich über das Kind beschweren (Az. VIII ZR 244/02).

Dieser Artikel ist hilfreich. 65 Nutzer finden das hilfreich.