Nach­haltige Weih­nachten Meldung

Viele Forst­betriebe laden zum Fällen des Weihnachts­baums ein.

Alle Jahre wieder setzt erst der Kauf­rausch ein, später türmen sich die Müll­berge. Es geht auch ökologischer: Warum nicht auf Lametta verzichten, nach­haltig angebaute Weihnachts­bäume statt Plastiktannen kaufen und Lichterketten mit LED- statt Glüh­lampen verwenden? test.de gibt Tipps, wie Sie die Weihnachts­zeit etwas nach­haltiger gestalten können.

LED-Lichterketten sparen 80 Prozent Strom

Viele Häuser und Vorgärten gleichen im Advent einem Lichter­meer aus Glühlämp­chen. Die verschlingen massig Strom: Leuchten zum Beispiel drei Licht­schläuche mit je 260 Watt täglich zehn Stunden lang, kostet das im Monat mehr als 60 Euro. Mit LED-Lichterketten lassen sich gut 80 Prozent einsparen. Die Anschaffung rentiert sich oft schon im Lauf einer Saison. Gar keinen Strom fressen Kerzen. Achten Sie auf das RAL-Siegel – es versichert, dass Kerzen auf Schad­stoffe geprüft wurden und wenig rußen. Erdölfrei sind Kerzen aus Bienenwachs. Sie duften angenehm nach Honig.

Heimische Nadelbäume statt Nord­mann­tannen

In den meisten Wohn­zimmern stehen Nord­mann­tannen. Sie haben oft den langen Trans­port von einer Plantage hinter sich, wo sie kräftig gedüngt und gespritzt wurden. Ökologischer ist es, eine heimische Fichte, Tanne oder Kiefer direkt beim Förster zu kaufen. Alternativ sind Bäume aus nach­haltigem Anbau empfehlens­wert, möglichst mit Siegel des Forest Steward­ship Council (FSC). Wenig sinn­voll ist die Konkurrenz aus Kunststoff: Irgend­wann landet die Plastiktanne auf dem Müll. Echte Bäume lassen sich dagegen kompostieren.

Lieber Strohsterne als Lametta

Verzichten Sie auf Lametta und Plastik und lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf: Mit getrock­neten Orangenscheiben, Nüssen, Plätz­chen, Strohsternen, bunten Bändern und selbst­gemachten Anhängern aus Salzteig kann Ihre Deko zum natürlich schönen Hingu­cker werden.

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Recyceltes Geschenk­papier verwenden

Zu oft verschwinden Gaben schnell in der Schublade oder auf dem Dachboden. Wie wäre es deshalb mit einem Korb fair gehandelter Lebens­mittel? Für Kinder empfiehlt sich statt kurz­lebigem Billigspielzeug Robustes aus Holz – am besten unla­ckiert. Zum aktuellen Test Holzspielzeug. Greifen Sie zu recyceltem Geschenk­papier oder verwenden Sie Pack­papier. Das ist nicht nur umwelt­freundlich, sondern lässt sich auch individuell bemalen und bedrucken.

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