Nachhaltige Aktienanlage Meldung

Von Renditeverzicht kann nicht die Rede sein: Der Nachhaltigkeitsindex DJSI World hat sich ähnlich geschlagen wie der herkömmliche MSCI World.

T-Online ist dabei, DaimlerChrysler seit September nicht mehr. Der Finanzdienstleister Sustainable Asset Management (SAM) aus Zürich hat den Nachhaltigkeitsindex DJSI World aktualisiert. DJSI steht für Dow Jones Sustainability Index. 22 der insgesamt 317 gelisteten Firmen sind aus Deutschland, darunter außer T-Online auch die Deutsche Telekom, VW, BMW, Bayer, BASF, Degussa, KarstadtQuelle, SAP, Adidas und Lufthansa.

„T-Online hat in den Punkten Um­weltmanagement, Personal­entwicklung und Kundenbetreuung eine überdurchschnittliche Leistung gezeigt“, sagt Alexander Barkawi von SAM. Daimler­Chrysler ist rausgerutscht, weil andere Autokonzerne schnellere Fortschritte gemacht haben. „Die Branche hat im vergangenen Jahr deutliche Verbesse­rungen erzielt“, erläutert Barkawi. „Insbesondere was Flottenverbrauch und CO2-Ausstoß angeht, sind die Stuttgarter dabei in Rückstand geraten.“

SAM verfolgt den so genannten Best-in-Class-Ansatz. Die Analysten teilen die Unternehmen nach Branchen auf und stellen fest, ob und wie sie sich in Sachen Umweltschutz, Mitarbeiterführung und Zusammenarbeit mit Kunden engagieren. Auch wirtschaftliche Belange spielen eine Rolle. Die 10 Prozent Besten jeder Branche kommen in den Index. Im Unterschied zum Naturaktienindex (NAI) schließen die Zürcher keine Branche generell aus. Der DJSI World hat in den vergangenen drei Jahren 1 Prozent besser abgeschnitten als der Vergleichsindex MSCI World. Experten der West LB schätzen die mögliche Überrendite nachhaltiger Geldanlagen langfristig auf 2,1 Prozentpunkte. Andere Studien sind vorsichtiger.

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