Nachhaltig putzen Meldung

Glaubt man der Werbung, geht beim Putzen ohne Power-Reiniger gar nichts mehr. Dabei sind solch harte Geschütze überflüssig. Allzweckreiniger, Scheuermilch und Spülmittel reichen meist aus. Wer mit Augenmaß putzt, schont die Umwelt und spart Geld. test.de gibt Tipps.

Was nützen Kraftreiniger?

Für normale Verschmutzungen reichen schonende Allzweckreiniger, eine Scheuermilch und ein Spülmittel völlig aus. Nur bei hartnäckigem Fettschmutz, dicken Kalkbelägen oder Rostflecken sind die aggressiven Kraftreiniger effektiver. Doch Vorsicht: Man sollte sie nur gezielt und sparsam einsetzen. Viele Mittel greifen Oberflächen an. Säurehaltige Kraftprotze können zum Beispiel Marmor, Fugen, Fliesen, Emaille, Kupfer oder Textilien schädigen, Fettlöser Holz und lackierte Oberflächen. Auch Kunststoffe können leiden (siehe Test Kraftreiniger 11/2006). Verzichten sollten Sie auf antibakterielle Reiniger und Desinfektionsmittel. Für die Hygiene viel wichtiger: Häufig Hände waschen!

Was hilft gegen Kalkflecken?

Nehmen Sie einen sauren Bad-, Essig- oder Zitronenreiniger. Damit getränktes Küchen­papier löst nach längerem Einweichen auch dünne Kalkschichten ab. Gegen dickere Beläge helfen spezielle Kalklöser oder saure Kraftreiniger. Am besten aber lässt man Kalk gar nicht erst entstehen. Wer Badewanne, Dusche, Waschbecken und Armaturen gleich nach dem Benutzen trocken wischt, zum Beispiel mit Abzieher und Mikrofasertuch, verhindert Kalkablagerungen und spart sich teure Reiniger.

Wie dosiert man Reiniger sparsam?

Flüssige Reiniger werden normalerweise mit Wasser verdünnt. Halten Sie sich an die Dosieranleitung und benutzen Sie Dosierhilfen, ein ausrangiertes Millilitermaß oder ein zuvor ausgemessenes Gefäß. Lieber stärker verdünnen und mehrmals über den Schmutz wischen als unnötig Chemie verschwenden. Aber: Starken Schmutz gezielt mit unverdünntem Reiniger angehen.

Fegen oder Saugen – was ist besser?

Schmutz wegzufegen ist umweltschonend, weil nur die eigene Muskelkraft und kein Strom verbraucht wird. Außerdem landet der Dreck im Müll und nicht im teuren Staubsaugerbeutel. Allerdings wird dabei auch viel Staub aufgewirbelt, der die Raumluft belastet und sich auf anderen Flächen absetzt. Effektiver, besonders bei feinem Schmutz, ist Saugen, am besten mit einem stromsparenden Gerät mit einem guten Staubrückhaltevermögen (siehe Test Staubsauger 4/2009).

Wie oft sind Putztücher zu waschen?

Manche Hygieniker sagen, einmal pro Woche, andere raten, nach jeder Benutzung. Spätestens dann, wenn sie übel riechen, gehören waschbare Tücher in die Waschmaschine (60 Grad), Schwämme und Spülbürsten in den Geschirrspüler. Wichtig: Stets alles gut ausspülen und trocknen.

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