In der letzten Ausgabe von Finanztest haben wir in dem Beitrag "Zu viel verdient" über ein elternfreundliches Urteil des Finanzgerichts Niedersachsen berichtet (Az: VII 471/ 98). Gegen diese Entscheidung hat das Finanzamt Revision eingelegt. Jetzt befasst sich der Bundesfinanzhof (BFH) damit. Wie versprochen liefern wir das Aktenzeichen des BFH nach: Es lautet VI R 153/99.

Die Richter aus Niedersachsen hatten bei der Prüfung der Einkommensgrenze für das Kindergeld eines volljährigen Kindes sein zu versteuerndes Einkommen zugrunde gelegt. Das hatte den Vorteil, dass neben den Werbungskosten des Kindes der Sonderausgabenpauschbetrag von 108 Mark sowie rund 20 Prozent seines Arbeitslohns als Vorsorgepauschale abgezogen wurden. Dadurch rutschte das Kind unter die Einkommensgrenze und die Mutter erhielt Kindergeld.

TiPP: Legen Sie Einspruch ein und berufen Sie sich auf das oben genannte Aktenzeichen des BFH, falls Ihr Kind 1999 nach der Berechnung der Niedersächsischen Finanzrichter unter die Grenze von 13.020 Mark (2000: 13.500 Mark) liegt. Ihr Fall ruht dann automatisch, bis das höchste Steuergericht entschieden hat.

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