Nach­barschafts­streit Meldung

Glocken­gebimmel gehört zum Land­leben dazu. Das Land­gericht München II hat die Klage eines Grund­stücks­eigentümers abge­wiesen, der sich über die Kühe nebenan beschwert hatte. Ein Jahr nachdem der Mann mit seiner Frau aufs Land gezogen war, wurde das Nach­bargrund­stück als Weidefläche verpachtet. Der Anwohner störte sich an Kuhglocken­gebimmel, Geruch und an den Weide­stech­fliegen, die die Tiere umschwirren.

Kühe sollten Abstand halten

Vor dem Amts­gericht Miesbach hatte der Mann bereits einen Vergleich erwirkt, dass die Kühe einen Abstand von 25 Metern zu seinem Haus einhalten müssen. Doch er verklagte die Besitzerin der Kühe und die Gemeinde, die die Wiese verpachtet, erneut auf Unterlassung. Die Münchner Richter entschieden, dass er kein Rechts­schutz­bedürfnis hat, da bereits ein Vergleich geschlossen wurde (Az. 12 O 1303/17, nicht rechts­kräftig). Der Mann will in Berufung gehen. Seine Ehefrau hat selbst Klage einge­reicht – sie war am Vergleich nicht beteiligt.

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