Pollen­flug vom Nach­bargrund­stück müssen Haus­eigentümer in der Regel dulden.

Neben Früchten und Blättern von Bäumen des Nach­barn können auch Pollen­flug und herab­fallende Samen die Nutzung des eigenen Grund­stücks beein­trächtigen. Eigentümer können aber nicht verlangen, dass der Nach­bar Bäume fällt oder eine Entschädigung zahlt, wenn er den nach Landes­recht gültigen Abstand zur Grundstücks­grenze einge­halten hat. Er ist dann für die natürlichen Immissionen der Birken nicht verantwort­lich, entschied der Bundes­gerichts­hof (Az. V ZR 218/18). Auf das Nach­bargrund­stück ragende Äste sind aber auch dann abzu­sägen, wenn nur herab­fallendes Laub oder Tannenzapfen und nicht die Äste selbst stören (Az. V ZR 102/18).

Dieser Artikel ist hilfreich. 7 Nutzer finden das hilfreich.