Selbst große Stauden dürfen anders als Büsche und Bäume näher als zwei Meter an ein benachbartes Grundstück heranwachsen. Das hat das Landgericht Coburg entschieden (Az. 32 S 23/09).

Ein Hauseigentümer hatte sich am Elefantengras des Nachbarn gestört, das dieser nahe der Grundstücksgrenze gepflanzt hatte. Das Schilfgewächs, das bis zu fünf Meter hoch werden kann, sollte weg.

Der Kläger berief sich erfolglos auf das Nachbarrecht. Darin ist für Büsche und Bäume ein Mindestabstand von zwei Metern zum Nachbargrundstück vorgeschrieben. Elefantengras sei weder Baum noch Busch, sondern eine Staude, stellten die Richter fest. Dafür gebe es keinen Mindestabstand und es gehe keine  erhöhte Brandgefahr davon aus.

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