Nach zahlreichen Pleiten Meldung

Traumschiff in Finanznot: Die mittel­stän­dische MS Deutsch­land Beteiligungs­gesell­schaft ist insolvent.

Sogenannte Mittel­stands­anleihen stehen zunehmend in der Kritik. Grund sind die zahlreichen Pleitefälle der letzten Jahre. Auch 2014 gab es spektakuläre Insolvenzen, wie die der Bekleidungs­marke Strenesse, des Suppenherstel­lers Zamek und der MS Deutsch­land Beteiligungs­gesell­schaft, der auch das fernsehbekannte „Traumschiff“ gehört.

Die Idee hinter Mittel­stands­anleihen klingt zunächst einleuchtend: Kleine Unternehmen erhalten eine Alternative zu Bank­krediten, Anlegern winkt eine hohe Verzinsung. Dafür gehen sie aber, wie Finanztest immer wieder gewarnt hat, ein hohes Risiko ein.

Mittel­stands­anleihen werden meist an Wert­papierbörsen gehandelt. 2014 gab es aber kaum noch Neuemissionen. Einige Mittel­ständler meiden den Börsen­handel und wenden sich mit Anleihen oder Genuss­scheinen direkt an Anleger. Am hohen Risiko ändert das nichts.

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