Nach der Scheidung Special

Oft hat eine Scheidung massive Auswirkungen auf die Alters­versorgung. Dass es auch hier oft um viel Geld geht, können Paare im Streit um Sorgerecht, Unterhalt, Haus und Hausrat dann schon mal aus dem Blick verlieren. Der Gesetz­geber hat klare Regeln fest­gelegt, wie Renten- und Pensions­ansprüche aufgeteilt werden sollen. Dabei gilt: Je strikter die Arbeits­teilung des Paares, desto größer die Umver­teilung vor Gericht. Finanztest erklärt, wie Sie das Beste für sich heraus­holen.

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SpecialNach der ScheidungFinanztest 06/2017
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Komplizierte Berechnung

Von 1 000 Ehen sind 393 nach spätestens 25 Jahren wieder geschieden, also fast 40 Prozent. Das meldete das Statistische Bundes­amt 2016. Bei einer Scheidung schaut das Familien­gericht sich auch immer die Alters­versorgung an, die ein Paar während der Ehezeit aufgebaut hat und teilt diese fair auf. Das Schwierige an der Sache: Die jeweiligen Renten­ansprüche der Partner fallen oft völlig unterschiedlich aus und müssen miteinander verrechnet werden. Dieses komplizierte Verfahren nennt man auch Versor­gungs­ausgleich.

Auto­matischer Versorgungs­ausgleich

Diesen Versorgungs­ausgleich führt das Familien­gericht bei einer Scheidung fast immer auto­matisch durch. Es verteilt die von den Part­nern während der Ehezeit jeweils individuell aufgebauten gesetzlichen, betrieblichen und privaten Renten­ansprüche neu. Umgehen können Paare diese Aufteilung in bestimmten Fällen, wenn sie gesonderte Vereinbarungen zur Alters­versorgung treffen. Unser Artikel erklärt, wie sie dabei vorgehen müssen. Bei bestimmten Konstellationen kann das Gericht auch von einem Versorgungs­ausgleich absehen. Wir nennen Beispiele, wo das der Fall ist.

Ausgleich jetzt, Wirkung später

Für Paare, die bei ihrer Scheidung noch keine Rentner sind, hat der Versorgungs­ausgleich zunächst keine spür­baren finanziellen Auswirkungen. Doch kann sich mit ihm die Höhe ihrer jeweiligen Anwart­schaft bei den einzelnen Versorgungs­trägern wie Rentenkasse oder Versicherer stark verändern. Und das hat Auswirkungen auf ihre spätere Rente. Wenn beispiels­weise eine geschiedene Ehefrau von ihrem Ex-Mann Versorgungs­ansprüche mit einem derzeitigen Wert von 960 Euro monatlich über­tragen bekommt, macht das bei einer Rentenbe­zugs­dauer von nur zehn Jahren mehr als 115 000 Euro aus. Das ist ohne Renten­steigerung gerechnet. Lebt sie nach Renten­eintritt noch 20 Jahre, sind es mehr als 230 000 Euro.

Erwerbs­arbeit besser für Rente

Der Versorgungs­ausgleich hilft vor allem dem Partner, der sich bei klassischer Arbeits­teilung von Erwerbs- und Familien­arbeit um Kinder und Haushalt gekümmert hat. Denn mit einem gut bezahlten Job kann Familien­arbeit in puncto Alters­versorgung nicht mithalten – auch wenn es für jedes nach 1992 geborene Kind drei Renten­punkte, für davor geborene zwei Punkte gibt. Unser Special zeigt anhand von konkreten Fall­beispielen auf, wie sich der Versorgungs­ausgleich auf die konkreten Renten­punkte auswirken kann und warum es unter Alters­vorsorge-Gesichts­punkten unklug ist, schon vor der Heirat beruflich zurück­zuste­cken.

Das bietet der Finanztest-Artikel

Wir erklären

  • wie der Versorgungs­ausgleich funk­tioniert,
  • worauf geschiedene Ehepartner achten müssen, wenn es zur gericht­lichen Klärung kommt,
  • welche Renten oder Renten­ansprüche geteilt werden und wie Richter teilen,
  • unter welchen Bedingungen Gerichte von einem Versorgungs­ausgleich absehen können,
  • wann es für Geschiedene sinn­voller sein kann, notarielle Vereinbarungen zu treffen, statt auf einen Versorgungs­ausgleich zu setzen,
  • wie Sie Einschnitte bei der gesetzlichen Rente nach der Scheidung wieder ausgleichen,
  • was Allein­erziehende tun können, wenn es ihnen nicht möglich ist, nach der Scheidung Voll­zeit zu arbeiten.

Im Gespräch mit Finanztest erläutert Scheidungs­anwalt Jörg Schröck, warum der Versorgungs­ausgleich gerade für Mütter besonders wichtig ist und warum es bei der Ermitt­lung des Werts von Anwart­schaften häufig zu Fehlern kommt.

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