Nabelschnurspende: Was nach der Geburt passiert

Die Versorgung von Mutter und Kind hat Vorrang. Wird das beachtet, ist die Nabelschnurblutspende ungefährlich. Nach der Abnabelung entnehmen Hebamme oder Arzt mit einer Spritze das restliche Blut aus Nabelschnur und Plazenta. Idealerweise sollte dafür ein eigenes routiniertes Team zur Verfügung stehen, das unter absolut sterilen Bedingungen arbeitet. Das Blut wird in einen Plastikbeutel mit gerinnungshemmenden Mitteln gefüllt. Innerhalb von 24 Stunden muss es in eine Nabelschnurblutbank transportiert und dort in einem Reinraumlabor verarbeitet werden. Zunächst wird es auf Infektionen wie Aids oder Hepatitis untersucht, dann die Menge der Stammzellen, Blutgruppe und Gewebemerkmale bestimmt. Gelagert wird es in Kühltanks bei minus 196 Grad Celsius. Zurzeit geht man von einer Haltbarkeit von 10 bis 15 Jahren aus.

In öffentlichen Nabelschnurblutbanken stehen die Blutstammzellen der Allgemeinheit zur Verfügung. Private Firmen lagern es für einen etwaigen späteren Eigenbedarf ein. Vor der Geburt muss die Mutter auf jeden Fall ihr schriftliches Einverständnis erklären. Die Nabelschnurblutspende ist allerdings nicht in jeder Klinik möglich.

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