Muttertag Meldung

Im Laden stehen die Rosen noch wie eine Eins, zu Hause in der Vase lässt das Symbol der Liebe dann aber schon nach kurzer Zeit die Köpfe hängen. test.de gibt Kauf­tipps und erklärt, wie der Mutter­tags­strauß möglichst lange frisch bleibt.

Der Rosen-Check im Blumen­laden

Der erste Eindruck zählt, auch beim Rosenkauf. Die Blumen sollten frisch und kräftig aussehen, ihre Blüten leicht geöffnet, ohne Flecken und trockene Blätter sein. Wackeln die Blüten und haben sich die Anschnitt­flächen der Stängel braun verfärbt, sollte man den Strauß am besten stehen lassen. Er macht schnell schlapp und die Freude ist dahin. Hitze, Abgase oder Obst und Gemüse schaden den Rosen zusätzlich und lassen sie schneller altern. Deshalb der Tipp: Die Blumen am besten erst am Ende der Einkaufs­tour holen – und dann schnell nach Hause.

Faire gehandelte Rosen aus Kenia

Wer fair produzierte und gehandelte Rosen kaufen möchte, kann sich am Fairtrade-Siegel orientieren. Es steht für ökologische und soziale Stan­dards, die die Lebens­verhält­nisse von Bauern und Land­arbeitern in Afrika, Asien und Latein­amerika verbessern sollen. Nach Angaben des Vereins Trans­fair, der das Siegel vergibt, stammten im Jahr 2012 knapp zwanzig Prozent der in Deutsch­land verkauften Rosen aus fairem Handel. Meist kommen die Pflanzen aus Kenia. Das Flower Label Program (FLP), das mit ähnlichen Zielen angetreten war, hat inzwischen keine Bedeutung mehr.
Tipp: Ein Blumenfinder von Trans­fair informiert Sie über Geschäfte, die in Ihrer Nähe Fairtrade-Blumen verkaufen.

Erst anschneiden, dann ins Wasser

Bevor die Rosen in eine saubere, mit hand­warmen Wasser gefüllte Vase kommen, brauchen ihre Stängel einen neuen Anschnitt. Am besten mit einem scharfen Messer drei bis fünf Zenti­meter schräg anschneiden, damit sie optimal Wasser aufnehmen können. Stumpfe Messer oder Scheren quetschen die Blumen und verstopfen so die feinen Kanäle im Pflanzens­tängel. Entfernen Sie Blätter, die im Wasser stehen und lassen Sie die Dornen dran. Jede weitere Verletzung der Pflanze öffnet Bakterien Tür und Tor. Dann blüht das Wasser, nicht die Rose.
Tipp: Frisch­halte­mittel für Blumen können das Leben Ihrer Rosen deutlich verlängern. Achten Sie auf die richtige Dosierung. Haus­mittel wie Aspirin, Kupfermünze oder Limonade sind nicht zu empfehlen. Sie lassen die Blumen im Zweifel schneller altern.

Kühl stellen und Wasser nach­gießen

Rosen, die in der direkten Sonne stehen, verblühen schnell. Sie vertragen keine Hitze, ebenso wenig Zugluft. Am besten kühl stellen, nach Bedarf frisches, lauwarmes Wasser nach­gießen und das Frisch­halte­mittel nicht vergessen. Das gibt es im Blumenfach­handel zu kaufen. Trotz aller Sorgfalt kann es passieren, dass die Liebes­gabe früh­zeitig welkt. Ärgern Sie sich dann nicht zu sehr. Nicht einmal Blumen-Experten können am Aussehen einer Rose sicher abschätzen, ob sie lange hält. Der Kauf von frischen, unbe­schädigten Exemplaren, ein kühler Stand­ort und regel­mäßige Pflege erhöhen aber die Wahr­scheinlich­keit.

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