Mutmacher

Whistleblower – die Rechts­lage

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Inhalt
  1. Überblick
  2. Whistleblower – die Rechts­lage
  3. Artikel als PDF (2 Seiten)
  • Meinungs­freiheit. Das Urteil, das Brigitte Heinisch vor dem Europäischen Gerichts­hof für Menschen­rechte erstritten hat, gilt als wegweisend. Es stärkt die Rechte von Menschen, die Miss­stände in Unternehmen oder Behörden öffent­lich machen (EGMR, Az. 28274/08). Laut Gericht können solche Veröffent­lichungen durch Artikel 10 der Europäischen Menschen­rechts­konvention gedeckt sein. Dieser Artikel garan­tiert die Freiheit der Meinungs­äußerung.
  • Motivation. Relevant sind vor allem die Motive des Whistleblowers, nicht die tatsäch­lichen Fakten: Wesentlich ist, dass die Person, die an die Öffent­lich­keit geht, dies in gutem Glauben und in der Über­zeugung getan hat, dass die Informationen wahr sind. Sie muss davon ausgehen, dass die Informationen im öffent­lichen Interesse sind und es keine diskreteren Mittel gibt, um gegen den Miss­stand vorzugehen.
  • Redlich­keit. Die Person darf aber nicht leicht­fertig falsche Angaben machen.
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2 Kommentare Diskutieren Sie mit

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Anmeldung am 18.09.2014 um 08:16 Uhr
Respekt vor dieser Pflegekraft

Da gehört schon ein starkes Rückrat dazu.
Leider scheint dieser bekannt gewordene Fall nur die Spitze einen Eisbergs zu sein. Der derzeit in Deutschland herrschende Personalmangel in der Pflege ist quasi durch die politischen Rahmenbedingungen vorgegeben.

Casriel am 17.09.2014 um 10:21 Uhr
Da wird klar, warum...

...bei solchen, anscheinend nicht seltenen Zuständen, viele ältere Menschen in den Suizid gehen. Das ist sicher kein (!) Menschenwürdiges Leben, nur Geschäftemache. Der alte Mensch als Kennzahl im Controlling. Und die deutschen Gerichte stellen das Wohl des Unternehmens über das Wohl der Menschen. Ich kann nur hoffen, dass ich (wennn es soweit ist), noch den Arm heben kann, um mich zu erschießen.