Die Finanzämter erteilen Einkommensteuerbescheide von sich aus nur noch vorläufig, wenn es um eine der folgenden Fragen geht (BMF-Schreiben IV D 6 ­ S 0338 ­ 8/00):

- Dürfen privat veranlasste Schuldzinsen, die beispielsweise durch Kredite für den Kauf eines Autos oder einer Eigentumswohnung entstanden sind, steuerlich geltend gemacht werden?

- Dürfen Pensionen so besteuert werden wie bisher üblich?

- Ist die Steuerentlastung für gewerbliche Einkünfte rechtens?

Alle Steuerzahler, die von diesen Fragen betroffen sind, brauchen keinen Einspruch einzulegen, wenn der entsprechende Hinweis darauf in den schriftlichen Erläuterungen des Steuerbescheids zu finden ist.

Geklärt ist dagegen ein anderer Punkt: Die Beschränkungen der steuerlichen Abzüge für das häusliche Arbeitszimmer, wie sie seit 1996 gelten, sind verfassungsgemäß.

Auch die Fragen zur Höhe der Kinderfreibeträge und zur Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten für Ehepaare gelten auch für die Verwaltung als geklärt. Anhängige Einspruchsverfahren ruhen aber bis zu der geplanten Neuregelung des Familienleistungsausgleichs 2001.

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