Chance. Vermieter sollten prüfen, ob sie von Musterklagen beim Bundesfinanzhof (BFH) profitieren können. Ist das der Fall, legen sie binnen eines Monats Einspruch gegen ihren Steuerbescheid ein, nennen den Grund und verweisen auf das Aktenzeichen. Geht der Prozess günstig aus und müssen die Finanzämter das Urteil anwenden, gibt es Geld zurück.

Leerstand. Gestritten wird um leerstehende Wohnungen. Braucht ein Vermieter die Grundsteuer nur teilweise zu zahlen, weil der Leerstand strukturell und nicht nur vorübergehend ist? Oder muss er sich zum Beispiel vorhalten lassen, dass Einnahmen ausbleiben, weil er überhöhte Mieten fordert (Az. II R 8/12)? Wird die Vermietung zur steuerlich irrelevanten Liebhaberei, wenn ein Mieter kündigt und die Wohnung nach kurzer Zeit nicht neu vermietet ist (Az. IX R 39/11; IX R 40/11, IX R 41/11)?

Grunderwerbsteuer. Bei einer anderen Klage geht es um Verträge, die den Kauf des Grundstücks zusammen mit der Errichtung des Gebäudes regeln. Fällt die Grunderwerbsteuer nur für den Grundstückspreis oder auch für den Gebäudepreis an? Ist es verfassungswidrig, wenn Eigentümer für die Baukosten Umsatzsteuer und Grunderwerbsteuer zahlen müssen (Az. II R 7/12)?

Nachträgliche Zinsen. Eine weitere Klage betrifft die Zeit nach dem Verkauf der Mietimmobilie: Muss das Finanzamt Kreditzinsen weiter als Werbungskosten anerkennen, wenn der Erlös nicht reicht, den Kredit zu tilgen (Az. IX R 67/10)?

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