Burn-out nicht allein tragen

Prozess

Ein Arbeitnehmer will beim Bundes­finanzhof für einen depressiven Burn-out Werbungs­kosten absetzen. Er geht von einer Berufs­krankheit aus. Durch die Fusion seines Arbeit­gebers sei er nicht zum Prokuristen aufgestiegen. Man habe ihm vielmehr mit einer Vertrags­anpassung gedroht. Darauf­hin sei er erkrankt und in Absprache mit einer Haus­ärztin und einem Fach­arzt für Psychiatrie in eine psycho­somatische Klinik gegangen. Die Krankenkasse lehnte das Gros der stationären Kosten ab, weil sie den Aufenthalt unnötig fand (Az. VI R 36/13).

Chance

Arbeitnehmer mit solchen Ausgaben bleiben nicht darauf sitzen, wenn der Prozess günstig ausgeht.

Beispiel: Der Kläger hat 8 403 Euro selbst getragen. Er gewinnt 2 521 Euro, wenn er so viel als Werbungs­kosten absetzt und mit Solidaritäts­zuschlag 30 Prozent Steuern spart.

Was tun?

Arbeitnehmer mit solchen Krank­heits­geschichten rechnen ihre Kosten in der Steuererklärung auf Anlage N als Werbungs­kosten ab. Lehnt das Finanz­amt ab, legen sie Einspruch ein und verweisen auf den Streit beim Bundes­finanzhof.

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