Starke emotionale Belastungen im Beruf können krank machen. Trotzdem sind Kosten für die Behand­lung eines Burn-outs keine Werbungs­kosten, entschied das Finanzge­richt München. Auch den Abzug als außergewöhnliche Belastung lehnten die Richter ab, weil kein Attest vom Amts­arzt vorlag. Der Kläger hat Revision beim Bundes­finanzhof einge­legt (BFH, Az. VI R 36/13).

Der Mann geht von einer Berufs­krankheit aus. Durch eine Fusion des Arbeit­gebers sei er nicht zum Prokuristen aufgestiegen. Statt­dessen habe man ihm mit einer Vertrags­anpassung gedroht. Darauf­hin sei er erkrankt und in eine psycho­somatische Klinik einge­wiesen worden. Seine Versicherung kam für die Kosten nicht auf, weil sie die stationäre Behand­lung unnötig fand.

Tipp: Rechnen Sie ähnliche Krank­heits­kosten beim Finanz­amt ab, indem Sie binnen eines Monats Einspruch einlegen, wenn Ihr Steuer­bescheid kommt. Verweisen Sie auf die Revision beim BFH. Beantragen Sie bis zur juristischen Klärung das Ruhen des Verfahrens.

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